Das niederländische Newcomer-Label Botter des Designerduos Rushemy Botter und Lisi Herrebrugh zeigte die neue Kollektion „Al Fombra“ gemischt mit Looks aus der aktuellen Range „Fish or Fight“. In ersterer verbinden die Kreativen einfache, kostbare Materialien zu überraschenden Kombinationen. Die Schnitte sind oversized und kastig, plakative Drucke zieren Shirts und Hemden, verkürzte Hosen und ausgestellte Jacken kreieren eine ungewohnte Silhouette. Auch wenn Botter als reines Menswear-Label angelegt ist, können die Looks Unisex interpretiert werden. Die Inspiration für die neue Kollektion stammt wie schon bei ihren früheren Arbeiten aus ihrer karibischen Herkunft.
„Wir waren berührt von den Lottogeschäften, die man in der Dominikanischen Republik und Curaçao an jeder Straßenecke findet. Ich sehe meine Großmutter in eines dieser Geschäfte gehen und ihr letztes Geld ausgeben, in der Hoffnung, dass sie gewinnt. Aber die Realität ist, dass die meisten dieser Firmen nie einen Preis herausgeben würden. Sie spielen mit den Hoffnungen der Armen zu ihrem eigenen Vorteil. Diesen Aspekt wollten wir auf Kleidung übertragen und haben mit der Spannung der Materialien und dem Fall der Stoffe gespielt. In den Drucken haben wir die Idee noch wörtlicher übersetzt. Wir fanden es so schön, wie Menschen, die wenig haben, kreativ werden. Sie müssen überleben und haben nicht den Zugang zu all den Materialien, auf die wir in Europa zurückgreifen können“, so das Designerduo.