Zeit für den Coolness-Faktor

  /  22.11.2013

Frauen müssen nicht immer ausschließlich Figurbetonendes tragen. Dieser Anspruch gilt offenbar zumindest für Zoe Karssens Kollektion, denn die besteht – neben ein paar durchaus sehr Figur umschmeichelnden Skinny-Pants – aus legeren Styles, die mit Lässigkeit und einer Portion Ironie punkten wollen…

Das erste Wort, dass unausgesprochen im Raum steht, wenn es um die Kollektionen von Zoe Karssen geht, ist womöglich pure Lässigkeit, denn jeder Schnitt und jeder Style der Designerin schreit nach Gemütlichkeit mit dem gewissen Coolness-Faktor. Die Pants, die stark an den aktuellen Jogginghosen-Style erinnern und die weit geschnittenen Tops plus den Allrounder und wieder aufgelebtes Must-have der Saison, der Sweater, fallen zwar nicht durch ihre kräftigen Farben auf, vielleicht sind die Designs im Used-Look aber gerade deshalb der ideale Begleiter für den Easy to wear-Style.

Inspiration holt sich die Kreative, die das gleichnamige Label 2010 in Amsterdam gegründet hat, aus der Literatur- und Rock’n’Roll-Szene, bezieht Stellung zu Stilikonen der Popkultur und legt den Fokus auf Ironie. So zeigen sich Aufdrucke und Text-Prints wie „Care free“ in Form des Coca Cola-Schriftzuges, die unverkennbare Minimalismus-Fledermaus verweist auf Gotham City’s dunklen Superhelden Batman, „Missing Unicorn stolen“- oder „Screw you“-Slogans sind durch Motive wie Einhörner und Schrauben (englisch: „screw“) dargestellt. Zumindest letzteres meint allerdings etwas, nicht ganz so nettes, Anderes. Farblich gibt’s die Sachen in eher dezenteren Tönen wie Weiß, Schwarz und Grau, dabei sticht jedoch hin und wieder eines der Designs in hellem Blau oder Koralle hervor. Um es mit dem von Ex-Präsident Bush geliebten Wort zu umschreiben: „Chill“-Modus einschalten!

Lara Schotten