Zauberwort „Sloungewear“

  /  24.06.2010

An Kreuzungen verschiedener Arten führt weder in der Tier- und Pflanzenwelt noch in der Mode ein Weg vorbei. Aus den Fashion-Laboratorien dringt neuerdings der Begriff „Sloungewear“, eine Mischung aus Sports- und Loungewear.

Im bunten Treiben der Modewelt gibt’s eigentlich nichts, das nicht schon einmal da war. Ob nun Themen aus den 70ern, 80ern oder 50ern, ob Modesünden oder Evergreens, ob casual oder preppy – alles kommt irgendwann wieder. Da ist es umso schöner, wenn sich Marken und Designer wenigstens beim Namen etwas Neues einfallen lassen oder Themen kreuzen, die bis dato nicht unbedingt in Zusammenhang standen.

Nach heiklen Kreuzungen aus Jeans und Leggings – Jeggings – verbindet das jüngste Cross-over jetzt Sports- mit Loungewear und heißt ganz einfach Sloungewear. Bestes Beispiel dafür ist die italienische Marke Freddy. Sie hat ihre gesamte Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 unter das Zeichen des neuen Zwitters gestellt und will damit all diejenigen begeistern, die besonderen Wert auf Wandlungsfähigkeit legen, und das 24/7.

Modisch-sportliche und lässig-komfortable Outfits bestimmen den typischen Sloungewear-Look gleichermaßen. Mal tauchen vom Ballett inspirierte Teile auf, mal Pieces aus der heißen – Jane Fonda sei Dank! – Aerobic-Zeit der 80s, mal Workout-Pants und Tank Tops, die sich idealerweise sowohl vor und nach als auch während dem Pensum in der Gym tragen lassen. Es ist nichts anderes als das stylistische Spiel zwischen Sport, Fashion und Dance. Ob sich dieser Look als straßen- und gesellschaftsfähig etablieren kann oder doch nur lässige Homewear und raffinierter Sportdress bleibt, wird sich zeigen. Spätestens wenn Ex-Posh Mrs. Beckham, Katy Perry oder Kate Moss sich in einem Sloungewear-Outfit von einem Paparazzo haben erwischen lassen, dürfte diese Frage wohl beantwortet sein.

Simone Reiner

Links:
www.freddy.it