Stylisten unerwünscht!

  /  05.06.2012

Stars und Sternchen sind häufig dafür bekannt, dass sie sich gerne professionelle Hilfe suchen, wenn es ums Einkleiden geht. Doch die wahren Fashion-Victims zeichnet Eigeninitiative aus, und genau die haben wir gesucht und gefunden!

Olga: Self-made-Jacke, Hose von American Apparel und Top von Gina Tricot

Benny im Military-Look

Nawal mit Bluse von H&M und Tasche aus Marokko

Akin: Levis-Weste, H&M-Shirt und Hose von Jack&Jones

Amissa: Vintage-Shorts und Tasche von Primark

Bilal: Carhartt-Hose, Preview-Shirt und Cap von New Era

Lissa: Top von Cheap Monday und Shorts von Maison Scotch

Sabri: Hose von Levis und Tank Top von Esprit

Ouarda im H&M-Outfit und Tasche von Matt&Nat

Lars: American Apparel-Shirt, Diesel-Hose und Vans

Demet: Kleid und Tasche von H&M

Philip in H&M gekleidet und Schuhe von Vans

Paulina: Self-made-Hose, Shirt von Primark und Sabra-Blazer

Tim: H&M-Shirt, Levis-Hose und Schuhe von Converse

Moa: Hose von H&M, Top von Monki und Schuhe von ASOS

Martin und Joe im Partnerlook

Martina: Jacke von Review und T-Shirt von New Yorker

Einer der authentischsten Schauplätze für Mode ist immer noch die Straße. Hier gibt es keine Stylisten, die mit professionellem Hintergrundwissen die Verantwortung für das Aussehen übernehmen, denn es ist doch am spannendsten, wenn jedermann sein eigener Shoppingberater ist, oder? Deshalb war es an der Zeit für einen neuen Style-Check – diesmal bewusst in Städten, die abseits vom großen Mode-Hype stehen.

Im Volksmund wird die im südöstlichen Teil des Ruhrgebiets liegende Stadt Hagen als das „Tor zum Sauerland“ bezeichnet, einzelne Bewohner wünschen sich wahrscheinlich eher den Begriff „Tor zur Modewelt“. Jedenfalls erwecken die einen oder anderen Fashion-Liebhaber, die uns vor die Linse gelaufen sind, diesen Eindruck.

Für das legere Abendoutfit holen die Mädels gerne ihre zerrissene Jeans aus dem Schrank und kombinieren dazu ein Print-Shirt und Blazer oder Lederjacke. Bei den Schuhen fällt die Wahl auf die flache Variante, es soll schließlich nicht zu overdressed sein. Immer auf der stilsicheren Schiene fahren die Ladys mit Mustern in allen möglichen Variationen – ob auf Blusen oder einem Maxi-Rock, der den Hippie-Look abrundet.

Bei der Suche nach weiteren Streetstyles haben wir noch eine besondere Fundgrube für all diejenigen entdeckt, die sich gerne von trendbewussten Hipstern inspirieren lassen: die Kiesgrube in Neuss. Bei dem Open Air-Event kommen die jungen Erwachsenen aus den verschiedensten Städten wie Düsseldorf, Köln und Dortmund zusammen und toben sich auf dem „Spielplatz für Erwachsene“ aus - auch modisch. Ob mädchenhaft mit Spitzen-Top und Blümchen-Sneakers oder im 90er-Outfit mit bauchfreiem Top und Jeansjacke mit spitzen Nieten – jeder scheint sich in seiner eigenen Variante des Festival-Looks zu versuchen. Zum weiteren Repertoire gehören Neon-Taschen, zerrissene Strumpfhosen und verwaschene Shorts. Außerdem wird mit den Klamotten gerne experimentiert, so werden Jacken und Schuhe selbst mit Nieten besetzt oder Hosen abgeschnitten und zerrissen. Über fehlende Kreativität kann man sich hier nicht beschweren.

Ob für den Straßen- oder Festival-Look, die Männer der Schöpfung legen Wert auf einen lässigen Style – neben Tank Tops gehören Vans zum Pflichtprogramm. Die Skater-Schuhe sind sowohl zu Shorts als auch zu langen Jeans kombinierbar und erfreuen sich wohl deshalb großer Beliebtheit. Wenn die männlichen Fashion-Victims mal mehr auffallen wollen, äußert sich das in einer Kombination aus Jeansweste und Neon-Shirt mit Strohhut getoppt oder Mann fällt durch eine Tarnjacke auf, die einfach zu einer Weste geschnitten wurde. Der Military-Look lässt sich mit Sneakers und Kappe auflockern und wird so straßentauglich.

Die jungen Erwachsenen zeigen sich sowohl auf der Straße als auch auf öffentlichen Veranstaltungen modebewusst und kreativ, so wird auch gerne mal selber zur Schere gegriffen. Also liebe Stylisten, eure Hilfe wird hier nicht benötigt!

Carina Parke