Say it with l…eather
/ 29.05.2013Speckig, aufgeraut, abgenutzt muss sie sein, used, getragen, schwer darf sie wirken, leicht muss man sie tragen können – wie ein guter Sessel, ein guter Wein und auch ein guter Käse wird auch sie besser, je älter sie wird, denn dann erst entfaltet sie ihren wahren Look und hat darüber hinaus sicher so manche Geschichte zu erzählen…

V.li.: Freeman T. Porter; Iro

V.li.: Gestuz; Cuir Royal

Tigha Women

Muubaa

Each Other

M.O.D

Skunkfunk

EMU Australia

Maze

V.li: Augustin Teboul; Preach

Fredsbruder

H.I.S

Tigha Women

Maze

Minus

V.li.: Guess; Guess by Marciano

Freaky Nation

Aeronautica Militare

V.li.: IQ Berlin; EMU Australia

Minimum
Ohne sie wären die Outfits von James Dean, den T-Birds aus „Grease“ und sicher auch den Hell’s Angels nur halb so legendär. In den 50er und 60er Jahren zählte sie als Bikerjacke zu den Must-haves, in den 70ern und 80ern kam sie gern als Blouson oder Blazer mit Schulterpolstern daher, die Punks und sogar Filmhelden wie Neo aus der bekannten „Matrix“-Trilogie verhalfen ihr in Mantelform zu erneuter Berühmtheit. Auch heute noch ist sie, allerdings egal in welcher Variante, nicht wegzudenken. Die Rede ist von der Lederjacke, die in unzähligen Styles die Ladentische füllt und die Körper vieler Schaufensterpuppen umhüllt. Sowohl für die aktuelle Frühjahr/Sommer-Saison als auch für Herbst/Winter 2013/14 gehört sie zu den Key Pieces und präsentiert sich doch immer wieder ein bisschen anders.
Der absolute Klassiker ist dabei natürlich die Biker-Jacke, die allein dem Namen nach an verwegene Jungs auf ihren Motorrädern erinnert, wie sie auf dem unendlich wirkenden Highway in den Sonnenuntergang fahren. Jeans, T-Shirt, Lederjacke und Pilotenbrille? Bei der Kombi kann der ein oder anderen Dame schon einmal warm ums Herz werden. Ein bisschen uminterpretiert kommt sie heute aber auch für die Ladys mit Zipper-, Knopf-, und Taschen-Details daher, farblich lässt sie sich nicht lumpen und fährt mit einer ganzen Palette von frischen Sommer-Tönen wie Gelb, Rot oder Blau über klassisches Tabacco und Schwarz bis hin zur Trend Nummer 1-Kolorierung Dip-Dye auf.
So unterschiedlich das Outfit auch sein mag, als Key Item ist sie fast so wandelbar wie ein Chamäleon. Rock’n’Roll – ohne Lederjacke kaum denkbar, beim Grunge-Look gilt selbiges und auch Styles à la Bohemian Chic brauchen eine gehörige Portion des Klassikers. Tragen kann man sie in den kommenden Saisons frei nach Shakespeares Tragödientitel „Wie es euch gefällt“, denn kombinieren kann man das gute Stück sowohl mit einem taillierten Blüschen sowie mit dem karierten Oversized-Hemd als auch als kurze Variante über einem Maxirock oder -kleid. Aufgepasst: „Dir will ich ans Leder“ in den kommenden Saisons nicht falsch verstehen.


