Reiß mich auf!

  /  25.09.2012

Wo andere Designer löten und hämmern, wird bei einem Londoner Schmuck-Label mit Vorliebe gesteckt und genäht. Im Mittelpunkt: der Reißverschluss. Armbänder, Ohrringe und Ketten sind so im wahrsten Sinne des Wortes reißerisch.

Wenn ein attraktiver Typ hinter einer Dame steht und den Reißverschluss ihres Kleides langsam öffnet, kann das durchaus sexy sein. Müht sich eine Frau mit einem Zipper an ihrem Rock ab und verheddert sich dabei auch noch mit ihrem Shirt, ist das Teil eher nervig. Lässt sich nun eine Lady den Schmuck des Labels Blue eyed girl umlegen und streift der Herr dabei leicht ihren Nacken oder das Handgelenk, dann ist das ganz bestimmt mit ersterem Beispiel zu vergleichen – und das Endergebnis hübsch anzuschauen.

Das Label Blue Eyed Girl wurde 2006 in München gegründet und siedelte kurz darauf nach London um. Der Kopf hinter der Zipper-Marke ist Tina Kurt, ihres Zeichens Diplomdesignerin im Bereich Schmuck- und Produktdesign. Und wie kam sie auf Blue eyed girl? Der Titel ist in Anlehnung an einen Spitznamen ihres Großvaters entstanden.

Die Ohrringe, Ringe, Armbänder und Colliers, teils verziert mit Swarovskisteinen oder Bergkristallen, mit eingearbeiteten Reißverschlussmustern oder kleine Zippern als Anhänger gibt’s unter anderem im Webshop des Brands, dessen schön-verspielt aufgemachte Page übrigens ebenfalls einen Besuch wert ist und Reißaus nehmen will bei diesen Schmuckstücken wahrscheinlich niemand.

Kristina Arens