Nachhaltigkeit auf Dänisch

  /  21.08.2012

Labels, die schlichte Print-Shirts auf den Markt werfen, gibt es viele. Um sich dabei dennoch von der Masse abzuheben, muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen: Das dänische Label „A question of“ hatte die richtige Idee…

Shirts für 9,90 Euro? Gerne! Hergestellt in indischen Hinterhöfen? Na gut – immerhin chic und günstig… Die meisten werden wahrscheinlich schon mal Kleidungsstücke zum Billigpreis gekauft haben – doch wer macht sich dabei wirklich Gedanken darüber, woraus die Teile hergestellt, wie die Kleidung produziert und die Mitarbeiter behandelt werden? Wenn man sieht, wie günstige Modeketten boomen, wahrscheinlich die wenigsten.

Dass Mode auch anders – nämlich gut für die Umwelt, fair für die Mitarbeiter und dennoch stylisch für uns – hergestellt werden kann, zeigt das Label A question of. Die Mission der Dänen ist eindeutig: Sie wollen Nachhaltigkeit mit Fairness gegenüber ihren Mitarbeitern vereinen und nachhaltiges Leben für uns zu einer einfachen Entscheidung machen. Dass dies funktionieren kann, zeigen sie seit 2010.

Hinter A question of stehen Kasper, Mads & Thomas, für die das Thema Nachhaltigkeit der wichtigste Aspekt ihrer Produktion ist. Alle Teile werden von Global Organic Textile Standard (GOTS, in Deutschland IVN: Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.) zertifiziert. Produziert wird in Tansania, Afrika, wo darauf geachtet werden soll, bessere Lebensbedingungen, nachhaltiges Wachstum und die Mitarbeiter zu fördern.

Für die Produkte wird organische Baumwolle verwendet, die ohne synthetische und chemische Dünger oder Pestizide wächst. Trotz „Öko-Touch“ sind die Designs der jungen kreativen Köpfe aus Dänemark aber durchaus einfallsreich. Das Ergebnis sind Shirts und Pullover ab 30 Euro für Frauen und Männer. Im Vergleich zu anderen Labels sind die Produkte von A question of natürlich etwas teurer, jedoch kann man sich hier Shirts ohne schlechtes Gewissen und mit guter Qualität kaufen. Gleichzeitig wird damit die Nachhaltigkeit gefördert, als dass die Arbeit unter miserablen Bedingungen in anderen Hersteller-Fabriken unterstützt wird und man für denselben Preis drei Teile kauft.

Die Tees und Pullis sind allesamt mit witzigen Sprüchen oder coolen Prints versehen. Und durch das Shirt mit dem Aufdruck „Make it f*cking sustainable“ kann man auch seinen Mitmenschen zeigen, dass Nachhaltigkeit wichtig ist!

Caren Butscher