Mieten, Tragen, Tauschen
/ 13.12.2013Sich von der Freundin ein Top für die nächste Party oder von der Schwester eine Bluse fürs Vorstellungsgespräch zu leihen, ist durchaus gang und gebe. Sich als Ottonormalverbraucher eine Jeans von einem Label zu borgen hingegen doch eher ungewöhnlich. Bis jetzt…





Einen Dispo bei der Bank, das Kleid für Weihnachten auf Monatsrechnung gekauft, den neuen Laptop per Ratenzahlung abstottern und die Kamera, die unausweichlich und so dringend beim nächsten Event dabei sein musste… Ihr wisst schon. Es ist aber auch einfach so praktisch, sich seine Wünsche erfüllen zu können, auch wenn das nötige Kleingeld gerade fehlen mag. Noch einen Schritt weiter geht man, wenn das Teil des Verlangens gar nicht einem selbst gehören wird, man es aber wie sein eigenes benutzen kann. Stichwort: Carsharing. Und genau diesen Ansatz hat das Label Mud Jeans nun auf Hosen übertragen.
Mit dem Kreislaufkonzept will die Marke nachhaltige Mode bezahlbar machen. So können die komplett recycelbaren Jeans des Labels ab sofort geleast werden. Nach einer Anzahlung von 20 Euro investiert man ein Jahr lang fünf Euro pro Monat, macht insgesamt nach Adam Riese einen Gesamtbetrag von 80 Euro. Dann folgt die Qual der Wahl: Pants zurückschicken – Mud Jeans recycelt seine Jeans für die Neuproduktion; anderes Modell auswählen – für 7,50 Euro Versandkosten und erneut die monatlichen fünf Euro; oder vier weitere Monatsraten zahlen und die Jeans solange tragen wie man möchte. Hat das gute Stück irgendwann ausgedient, gibt’s die 20 Euro zurück – in Form eines Rabatts auf den nächsten Einkauf. Weiterer Pluspunkt während der Leasing-Zeit: ein kostenloser Reparaturservice.
Jungs und Mädels können sich zwischen je drei Waschungen entscheiden. Außerdem ergänzen zwei Denim Blazer für Damen sowie eine weiße Männerjeans seit kurzem das Repertoire. Leasen und raus aus den Miesen? Gerne, aber Obacht, nicht den Überblick verlieren! Denn: Das nächste Projekt „Lease a Fleece“ steht schon in den Startlöchern.


