Machtwechsel in Paris?
/ 25.03.2013Das hip gestylte Publikum in den Modemetropolen stiehlt mittlerweile gerne mal den etablierten Designern die Schau, denn das Spektakel vor, während und nach den Präsentationen anlässlich der Fashion Weeks, in diesem Fall der in Paris, sorgt zunehmend für Wirbel.













Ja, so kann’s gehen! Die Couturiers müssen sich heutzutage ganz schön anstrengen, denn längst gilt das Interesse nicht nur ihren Kreationen, die auf diversen Runways gezeigt werden. Der inoffizielle „Laufsteg“ draußen, genauer: die Wege zwischen den jeweiligen Locations und vor den Eingangsbereichen der Modenschauen machen mächtig Konkurrenz. Die kürzlich beendete Pariser Fashion Week beispielsweise hat es wieder gezeigt: Das Modevolk, bestehend aus Promis, Einkäufern aus aller Welt und Presse, das alle sechs Monate die französische Hauptstadt heimsucht, ist selbst eine Augenweide mit all den Outfits, die nur so sprühen vor Kreativität und Originalität. Die gesamte Branche hat mittlerweile ihr Potential als frischer Impulsgeber erkannt, weshalb Trendagenturen mit ihren Scouts seit einiger Zeit diese Fährte aufgenommen haben. Aber nicht nur die Designer müssen sich kräftig ins Zeug legen, auch Bill Cunningham oder Scott Schuman – angesehene alte Hasen im Metier der Streetfotografie – haben es nicht leicht, denn die Schar der Profi- und Amateur-Fotografen, Scouts, Schaulustigen etc., die der größtenteils anonymen, aber innovativ gekleideten Crowd dicht auf den Fersen bleibt, wird von Saison zu Saison größer und folglich auch der Kampf im Gedränge um das beste Foto.
Doch was gab es eigentlich abseits der Runways zu sehen? Von rockig bis brav, von glamourös bis lässig, von cool bis romantisch war alles dabei. Knackige Farben waren besonders auffällig, entweder all over oder nur punktuell eingesetzt, außerdem Metallics, viel Schwarz, grafische Muster, Ethno-Anklänge und Accessoires wie extravagante Schuhe oder breitkrempige Hüte.
Neben den Hipstern konnte man selbstverständlich wie immer jede Menge Exzentriker und Selbstdarsteller erspähen. Leute, die zwar keine Einladung zu irgendeiner Show in der Tasche haben, aber trotzdem überall anzutreffen sind und nicht selten mehrmals täglich ihr Outfit wechseln – immer in der Hoffnung, dass auch sie zum Objekt der Begierde werden und die Aufmerksamkeit einer Kamera erregen.


