Holzhacken Reloaded

  /  16.08.2012

Holz kennt man wohl größtenteils als Rohstoff für Schränke, Tische oder Stühle – doch dass dieses robuste Material auch ziemlich schick zu Schmuck verarbeitet werden kann, zeigt jetzt ein junges Label aus der Skater-Szene Berlins.

ODDSUPPLYGANG X BLACKEDITION

QR CODE

BOOMBOX II X OREO

TROUBLE POSSE

HEAVY HUSTLE und FUCK YEAH X HOLZEDITION

KREKSACE und EachOneTeachOne

FEDER PLUS - WHITE EDITION

Wie kommen zwei junge Männer darauf, Holzschmuck zu entwerfen? Leben sie in einem Wald, hacken dort regelmäßig Holz und kamen irgendwann auf die Idee, dass man daraus doch auch Schmuck herstellen könnte anstatt es zum Kamin befeuern zu verwenden? Die Vorstellung zweier muskulöser Herren, die regelmäßig die Axt schwingen, klingt für die eine oder andere Dame unter uns vielleicht ganz reizvoll, aber für unser technisiertes Zeitalter doch irgendwie kurios – und stimmt in diesem Fall vermutlich auch nicht.

Was jedoch außer Zweifel steht, ist, dass die Jungs vom Berliner Label Oddsupply seit 2011 mit ihrem Brand Interesse wecken.

Entworfen wurden die Ketten ursprünglich für Männer, doch auch Frauen könnten Gefallen an den schicken Teilen finden, von denen jedes handmade ist und in Berlin produziert und vermarktet wird. Die Intention der beiden Jungs war es, Schmuck herzustellen, den es bislang in dieser Art und Weise noch nicht gab. Auf die ersten Designs bekamen sie schnell positives Feedback aus dem Freundeskreis und nach Anfragen von Bands und Labels, kam die Idee mit dem Holz ins Rollen. Es entstanden Kollaborationen mit Hombre von den StickUpKids sowie mit dem Nürnberger Label EddieLove.

Der Halsschmuck besteht aus Holzperlen in Weiß, Braun und Schwarz und als Anhänger gibt es verschiedene Designs wie Federn, Ghettoblaster oder QR-Codes in denselben Farben. Der Großteil der Kollektion besteht jedoch aus Anhängern mit Schriftzügen wie „Heavy Hustle“, „Turbo“ oder „Super Fly“ auf Holz.

Man kann sich auch selbst eine Kette im eigenen Stil anfertigen lassen. In wenigen Schritten hat man dadurch ein Einzelstück selbst kreiert: Einfach Band auswählen und den Jungs die eigene Idee oder ein Motiv für das Design zuschicken – nach sechs bis acht Wochen darf man sich dann auf die eigens kreierte Kette freuen.  

Obwohl die Jungdesigner Neulinge im Modebusiness sind, wissen sie genau, was sie mit ihrem Label erreichen wollen – für die Zukunft sind noch viele neue Designs geplant, darunter ein Skateboard in Zusammenarbeit mit Krekpek.

Caren Butscher

Links:
www.oddsupply.com