Haute Kottiture
/ 24.05.2012Modemagazine und Fashion Shows sind die eine Sache, aber dann gibt es da auch noch den Street-Catwalk, denn die Mode der Straße schreibt ihre eigene Geschichte. Und wer sind die Protagonisten? Die Bewohner Berlins – genauer gesagt die Menschen aus Kreuzberg…

Kreuzberg-Style: Rutger, Steven und Sora

Sara im ASOS-Jumper

Elic: Levis-Hose, Nike-Schuhe, Muschi Kreuzberg-Shirt

Flavia: Vintage-Shirt, Monkee-Shorts, Boots von Doc Martens

Ninon & Robin: Klamotten aus Paris und UK

Julia: Cheap Monday-Outfit, H&M-Schuhe, ZARA-Tasche

Bobby im Vintage-Outfit

Lafti mit einer Hose von Zara und Self-made-Bluse

Molli und Felix in H&M gekleidet und mit Who killed Bambi-Shirt

Jennifer: Vintage-Rock, Schuhe und Shirt von Topshop

Philip: Vintage-Shirt und Hose von ASOS

Ebenfalls im Vintage-Outfit: Tina

Carlitos: COS-Shirt, Spastor-Shorts und Stefanel-Tasche

Berivan: H&M-Top und Vokuhila-Rock aus UK

Ebenfalls im Vokuhila-Style: Rebecca im Bershka-Kleid

Taryn und William lieben Urban Outfitters

Marie im Vintage-Style und H&M-Oberteil

Sibel: Top und Kette von H&M, Rock aus der Türkei

Neon-Outfit: Lisbeth mit New Yorker-Rock und Monkee-Top

Angèle: H&M-Outfit, Schuhe von Vans und Levis-Hut
Schon längst ist Berlin in die Riege der Modemetropolen aufgestiegen, schließlich findet dort zweimal im Jahr die Berliner Fashion Week mit diversen Modenschauen und Messen statt. Vielleicht fühlen sich genau deshalb Hipster und Fashion-Victims besonders in der Hauptstadt zu Hause und tummeln sich in den so genannten Trendvierteln.
Wenn wir gerade bei Berlin und Trendviertel sind, dann fällt den meisten wahrscheinlich sofort dieser eine Kiez ein – Kreuzberg. Da wären das Kottbusser Tor, auch Kotti genannt, die Oranienstraße, die Bergmannstraße, das Maybachufer und und und. Dort findet sich ein junges, modernes und internationales Publikum, welches den Schaulustigen und Modeinteressierten ein breites Spektrum an verschiedensten Stilen offenbart. Schaut man nach rechts, sieht man ein Mädchen mit blauen Haaren im Grunge Style, links ortet man eine Blondine auf dem Fahrrad, in Neon-Farben gekleidet. Diese Gegensätze bilden das ganz eigene Flair dieses Stadtteils. Wer in Kreuzberg wohnt, steht auch dazu und trägt, was aus dem eigenen Kiez kommt, so wie das Label Muschi Kreuzberg. Das ist Patriotismus auf modischer Ebene.
Und dann wäre da noch das Thema Vintage. Auf die Frage nach dem Brand der Klamotten bekommt man nämlich meist genau diesen Begriff als Antwort. Ob es das alte Hemd vom Vater ist oder ein Plisse-Rock aus dem Second-hand-Shop, Stile aus den letzten Jahrzehnten werden immer wieder gerne aufgegriffen. Was für Touristen das Comeback des Freshprince of Bel Air sein könnte, ist dann doch nur ein Student, der gerade erst aufgestanden ist und „einfach die Klamotten angezogen hat, die neben dem Bett lagen.“ Liegt es an der Luft dort oder warum scheinen alle so stylish, ohne es überhaupt beabsichtigt zu haben? So soll es jedenfalls aussehen – ob das Outfit letztlich wirklich so ungewollt ist, sei mal dahin gestellt. Jute-Bags, pinke Haare, Vokuhila-Röcke und große Klunker sind hier Gang und Gäbe.
Zusammengefasst ist dieser Kiez sehr vielseitig und bunt, aber was ist denn nun der typische Kreuzberg-Stil? Kann man den überhaupt in Worte fassen? Die Nummer Eins-Regel scheint jedenfalls zu lauten: sei du selbst. Denn wer auf dem Kottiwalk bestehen will, sollte authentisch sein.


