Function meets Nature meets Elegance
/ 14.12.2012„Gemeinsam sind wir stark“, „Gegensätze ziehen sich an“ – diese Mottos klingen zwar zunächst ein wenig abgedroschen, treffen in vielerlei Lebenslagen aber nach wie vor den Nagel auf den Kopf. So auch im Bereich Mode; vor allem, wenn es um die beiden nächsten und letzten Strömungen unser Trendreihe geht.








Man stelle sich die Küche der Zukunft vor: Touchpads allover, keine Ecken und Kanten, Geräte, die mitdenken – Technik, die einen zufrieden stellt, die intelligent, aber optisch minimalistisch ist, ohne Einbußen mit sich zu bringen; High Performance Elegance sozusagen.
Im Bereich Mode nennt sich dieser Trend für die Herbst/Winter-Saison 2013/14 „Haute Dimension“. Sportliche und funktionelle Materialien wie Mesh-Einsätze werden durch die Kombination mit Spitzenoptik oder Samt elegant, und kühle Farben wie Metallic sorgen, erwärmt mit Rottönen, für einen Touch Sinnlichkeit. „Weniger ist mehr“ ist das vorherrschende Credo, was Verzierungen und Schnörkel betrifft; back to the roots in Sachen Design, aber nicht in Sachen Funktionalität. Zeigen sich nun innerhalb dieser Strömung bereits scheinbare Widersprüche, ist der nächste Trend ein weiterer Gegenpart zur in sich schon gegensätzlichen „Haute Dimension“.
Im nächsten Jahr unterziehen wir uns einer digitalen Detox-Kur. Durch das Zusammenwirken mehrerer modischer Strömungen erreichen wir das „Equilibrium“, einen Zustand der Ruhe und Ausgeglichenheit, den man – natürlich wo – am besten in den Weiten der Natur findet. Wer jetzt allerdings direkt das Wort „Öko“ förmlich schreien hört, liegt falsch, denn die Natur wird überraschend dekonstruiert. Holztöne und Himmelfarben werden mit Lurex metallisiert – Braun wird zu Golden Brown und Rosa zu Rosegold. Statt echtem Fell wird selbstredend Fake Fur verwendet und findet beispielsweise an für den Winter eher untypischen Schuhen wie Sandalen Verwendung. Edel, aber nicht abgehoben; Mutter Erde im Hinterkopf, aber nicht im Fokus. Welcher der Haupttrends nun euer Favorit ist, bleibt jedem selbst überlassen. Oder wagt ihr es gar, alle vier zu einem verschmelzen zu lassen?


