Er kommt nicht aus der Mode

  /  12.04.2013

Mr. T vom A-Team trug ihn mit Leidenschaft, nach David Beckham wurde sogar eine eigene Form benannt und auch bei Diesel zierte ein Männerkopf mit ähnlicher Frisur als Logo diverse Styles der Kollektion. Seit 2011 gibt es ein Modelabel, das zwar den Namen trägt, mit dem Hairstyling jedoch nichts zu tun hat…

Wer erinnert sich nicht an das beliebte Kinderspiel Teekesselchen, bei dem Wörter gleich klingen oder geschrieben werden und doch so gänzlich unterschiedliche Bedeutungen haben? Bei dem folgenden gesuchten Begriff handelt es sich geschichtlich um den borstenförmigen Helmschmuck zu Zeiten Phaistos, evolutionär um eine Haarfrisur, die zunächst die Mohawk-Indianer, dann US-Soldaten und schließlich Punks trugen und modisch um ein französisches Label, das hochwertige Mode herstellt. Gesucht wird? Iro.

Die 2011 gegründete gleichnamige Marke aus Frankreich ist – wie das Wort an sich – ein Mix aus verschiedenen Strömungen, die Mode zeigt sich für die Ladies insbesondere in Schwarz, Weiß und ansonsten vorzüglich hellen Tönen, mit Ethno-Prints und grafischen Drucken, ein bisschen Neon und auch in All-over-Mustern wie dem klassischen Leo-Look. Die Styles sind eine bunte Mischung aus leger, casual und chick und präsentieren sich in Form von Skinny Jeans und femininen Röcken, die im Gegensatz dazu mit Bikerjacken, Blousons und Oversized-Shirts kombiniert werden. Für farbige Akzente sorgen Pink und Neongelb.

Bei den Männern geht es da schon ein bisschen verwegener zu, denn die Designs orientieren sich an gedeckten Farben wie Schwarz, Grau und Charcoal sowie am Look von Stilikonen wie James Dean, der mit weißem Shirt, Jeans und Lederjacke einem klassischem Outfit das gewisse Etwas verliehen hat. Welche Assoziation auch immer man mit dem Begriff Iro hat, stellt sich hier dennoch die Frage, wie die Marke an einen solch geschichts- und bedeutungsvielseitigen Namen kommt? Die Lösung des Geheimnisses ist ebenso allumfassend wie simpel, denn „iro“ ist japanisch und die Übersetzung bringt nicht nur bildlich, sondern wortwörtlich „Licht“ ins Dunkel.

Lara Schotten

Links:
www.iro.fr