Eine haarige Angelegenheit
/ 01.06.2010Dauerhafte Extensions haben ihren Preis. Und sie sind eben dauerhaft, also nichts für Wankelmütige und Entscheidungsschwache. Für die gibt’s nun aber eine Alternative, die sich sehen lässt: „Magic Hair“ Clip-Extensions von Schwarzkopf.




Früher hatte ich einen Vokuhila-Haarschnitt, den ich wirklich bereue – oder besser, den ich meinen Eltern heute noch übel nehme. Im Anschluss daran kam ich auf die wahnwitzige Idee, mir eine Sams-artige Igelfrisur in schickem Kupfer-Rot schneiden zu lassen. Und es gab da auch noch den ein oder anderen weiteren Fehltritt hinsichtlich meiner Mähne... Mittlerweile trage ich meine Haare ganz schlicht: lang und braun. Sicherlich kennen viele Mädels mit ähnlicher Frisur das Problem der „Spaghetti-Haare“ – platt, stumpf und irgendwie öde hängen sie herunter. Also habe ich schon oft über Extensions nachgedacht, um mein Haar voller wirken zu lassen, mich aber doch nie so recht dafür entscheiden können. Erstens sind sie leider nichts für den schmalen Geldbeutel und darüber hinaus gibt es viele abschreckende Beispiele in der Promi-Welt, wie Paparazzi-Bilder von beispielsweise Britney Spears immer wieder beweisen.
Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich dann bei einem Stadtbummel „Magic Hair“ entdeckt, so genannte Clip-Extensions von Schwarzkopf – Kunsthaar-Strähnen, die es in acht unterschiedlichen Farbnuancen gibt und die, laut Hersteller, ganz leicht ins Haar geclippt werden können (Achtung: Schulterlange Haare sind Vorraussetzung!). 29,99 Euro kostet der Spaß; klingt vernünftig, wenn sie denn auch halten, was sie versprechen...
Zu Hause angekommen, bin ich beim Auspacken auf den ersten Blick sofort überzeugt. Die Strähnen – zwei breite und eine schmale – sehen sehr echt aus und fühlen sich auch so an. Als nächstes nehme ich mir die Anleitung vor. Sieht recht einfach aus. Ist es eigentlich auch. Einen geraden oder u-förmigen Scheitel am Hinterkopf ziehen (okay, dafür braucht man am Anfang zwei Spiegel und etwas Geschick, um damit klarzukommen, dass alles seitenverkehrt funktioniert), Deckhaar mit der beiliegenden Spange hochstecken und die erste Strähne ins Haar clippen. Funktioniert. Dies wird noch zwei Mal wiederholt, übriges Deckhaar drüber und fertig.
Mit 35 cm (kleiner Wermutstropfen: es gibt nur eine Länge) sind die Extensions genau so lang wie meine eigenen Haare und lassen diese voller und dicker wirken. Zunächst fühlt sich das Ganze ein wenig schwer an, kurze Zeit später merke ich die Kunsthaare aber schon nicht mehr. Ich wage also den Weg nach draußen und habe ein klein wenig Angst, dass der Wind meine eigenen Haare beiseite fegt und die Magic Hair Clips offenbart... Dem ist aber nicht so; die Clips bleiben, auch dank ihrer dunklen Farbe, unter meinem Haar verborgen. Positiv überrascht bin ich auch vom Halt der Strähnen – sogar eine ausgiebige Disco-Nacht haben sie überlebt. Wobei ich dazu sagen muss: Ich bin kein Headbanging-Typ. Bevor ich schließlich todmüde ins Bett falle, schaffe ich es gerade noch, die Haar-Clips zu entfernen; ein bisschen Wurschteln muss ich schon, aber nach wenigen Minuten ist es geschafft.
Am nächsten Morgen – oder besser Mittag – der nächste Test: Lassen sich die Extensions wirklich waschen, ohne danach völlig hinüber zu sein? Ich gebe zu, ich war skeptisch, werde aber eines Besseren belehrt. Mit mildem Shampoo gewaschen und luftgetrocknet, sehen sie anschließend aus wie neu. Mein Fazit: Frisur wechseln wie die Stars? Ab jetzt kein Problem mehr!


