Die Lage checken

  /  06.08.2013

Es gibt so Tage, da fühlt man sich zwischen bequemen, weiten, leicht fallenden und figurbetonten, engen und sexy Kleidungsstücken hin und her gerissen. Wie gut, dass dieser Sommer einen Trend bereithält, der zumindest dem Namen nach dem Spice Girls-Hit „Two become one“ alle Ehre macht.

V.li.: Gesehen bei Asos; Kilian Kerner

Zay; Maison Scotch

Gesehen bei New Look

Tom Tailor; Cheap Monday; Rare London

Manon Baptiste; Bench

Krisp

Eight2Nine

Gesehen bei New Look

Der Samstagabend nähert sich seinem modischen Höhepunkt, als die Planung gemacht und die Location gewählt ist, denn die Frage, die jetzt noch im Raum steht, dreht sich allein um eines: Was ziehe ich an? Die Rahmenbedingungen helfen zwar in den meisten Fällen, um sich zumindest grob in eine Richtung zu orientieren, doch was, wenn spontane Abwandlungen des Abendprogramms das bewusst ausgesuchte Outfit plötzlich over- oder gar underdressed aussehen lassen? Da half schon immer das bewährte Zwiebelprinzip: Je mehr man trägt, desto mehr kann man, je nach Lust, Laune und – im wahrsten Sinne des Wortes – Lage, auch wieder ausziehen.

Besonders in diesem Sommer muss Frau nicht mehr zwischen eng oder luftig, Sweat oder Spitze, Leinen oder Chiffon wählen, denn Layering ist angesagt. Der so genannte 2 in 1-Look kombiniert eng anliegende Tops mit darüber getragenem Crop-Shirt aus leicht fallenden Materialien, das man chic zur Lederleggings, lässig zur Boyfriend-Jeans mit Pumps oder Sandaletten tragen kann. Ein All-Rounder ist das Kleid im Lagen-Look: Enges Unterkleid, wallendes Oberteil, das sich großartig für jede Party, ein Dinner im eleganten Restaurant oder den romantischen Strandbesuch danach eignet.

Beliebt sind auch Dresses mit Schößchen-Oberteil in kurz- sowie langärmeliger Variante, wichtig ist dabei nur: Kontrastfarbe meets Kontrastlänge. Denn das Top, das direkt mit seinem Bottom-Pendant verknüpft ist, muss sich schon deutlich von eben diesem abheben. Ein Pluspunkt: Obwohl es nach viel Stoff aussieht, ist es mit Leichtigkeit ausgezogen oder kaschiert die ungeliebten Stellen des Nicht-Models in jedem von uns. Das könnte dem Verlauf des Abends schon mal dienlich sein, falls es zu einem Trink-, Ess- oder vielleicht auch einem ganz anderen „Gelage“ kommt… 

Lara Schotten