Community statt Kampagne

  /  22.08.2025

Von der Nische zur Lifestyle-Marke: Das Label Störtebekker möchte Männerpflege-Bedürfnisse erkennen und ernst nehmen, Teil des Alltags seiner Community sein und dabei immer authentisch bleiben…

Darius Greulich und Martin Picard

Wo andere Brands um Aufmerksamkeit kämpfen, setzt Störtebekker auf Authentizität – und trifft damit den Nerv einer neuen Generation von Pflegebewussten. Was 2017 mit einem Rasierhobel begann, hat sich mittlerweile zur aufmerksamkeitsstarken Männerpflegemarke entwickelt, die nicht nur in der Barber-Community bekannt ist, sondern sich auch auf und durch Social Media einen Namen gemacht hat – unter anderem mit über 200 Millionen Videoaufrufen in 2024 und einer wachsenden Community.

Als zentraler Erfolgsfaktor gilt die strategische Allianz mit dem Torreto Barbershop. In Kooperation mit Barbier Alex entstand eine Videoreihe, die echtes Barbershop-Feeling vermittelt, direkt aus dem Alltag, ungefiltert, humorvoll und haarscharf an der Zielgruppe. „Wir wollten nie eine klassische Werbekampagne fahren – sondern Teil des Alltags unserer Community werden“, erklärt Darius Greulich, seit Mai 2024 in der Geschäftsführung und seit Juni neuer CEO bei Störtebekker. „Die virale Resonanz zeigt: Wir sind keine Marke, die Männlichkeit neu definieren will – sondern eine, die echte Pflegebedürfnisse erkennt und ernst nimmt.“

Störtebekker versteht sich als Haltung statt Hype – mit dem Ziel, Männerpflege aus der Nische zu holen. Über die Community-Bindung wird Markenloyalität geschaffen, die über den Produktkauf hinausgeht. Jüngstes Beispiel: Das neue Anti-Schuppen-Shampoo des Labels wurde innerhalb weniger Wochen zum Bestseller. „Schuppen sind das unterschätzte Schönheitsproblem moderner Männer – Stress, Testosteron und falsche Pflegegewohnheiten verschärfen das Problem“, sagt Greulich. „Unsere Antwort darauf war kein Werbeversprechen, sondern ein ehrliches, funktionales Produkt mit maximaler Wirkung.“

Gründer Martin Picard, der sich als Gesellschafter weiterhin aktiv ins Unternehmen einbringt, hatte die Marke 2017 mit einer klaren Vision aufgebaut: Hochwertige Produkte, nachhaltiges Design, authentische Kommunikation. Der erste feste Shampoo-Block wurde laut Label inzwischen über 250.000 Mal verkauft – jeder davon spart eine Plastikflasche.

Störtebekker hat aus dem Nischenfeld „Barber-Tools“ eine Lifestyle-Marke geformt und steht dabei für eine neue Form von Männlichkeit – pflegebewusst, umweltorientiert und gemeinschaftlich. 

Kristina Arens