Bitch-Couture und Wedding-Wear
/ 05.12.2013Seiner Heimat ist man irgendwie immer verbunden – wie groß oder klein, laut oder leise, dreckig oder sauber, schön oder hässlich sie auch sein mag. Und warum seine persönliche Wohlfühloase nicht mit einem eigenen Label feiern? So geschehen nun mit dem Berliner Bezirk Wedding.





Dreckig und wahrlich kein Ort, durch den man – vor allem als Frau – nachts gerne alleine laufen möchte, so die Vorstellung vieler in Berlin Wohnenden vom Bezirk Wedding. Und genau dieses Bild will der Macher hinter der jungen Marke Bitch Wedding, Jörg Köpsel, in humoristischer, selbstironischer Weise ändern. Als das Label im Frühjahr dieses Jahres gegründet wurde, ging es in erster Linie darum, das Leben in diesem Teil der Hauptstadt zu zelebrieren. Alles begann also mit einer kleinen Kollektion an Shirts und – wie sollte es in Berlin anders sein – Jutebeuteln, die ganz stilecht im Späti und online vertickt wurden. Offenbar kamen die Teile gut an, denn nach dem Sommer war alles verkauft, also: The show must go on! Seit Anfang November ist nun der E-Store erneut online und hält Beanies, Sportbeutel und Pappuhren, letztere in Kollaboration mit I Like Paper, bereit. Shirts, Hoodies, Unterwäsche und Sneakers sollen bald (wieder) folgen – alles 100% vegan übrigens.
Der Webshop präsentiert sich mit dem bereits erwähnten Humor, prangt doch auf der Landing Page direkt der Slogan „We are not proud of what we’re doing“. Aufforderungen wie „Dislike uns auf Facebook“, Prints wie „Die hard, Hipster“ oder Beschreibungstexte wie „Beutel – Hier von hinten. Mit Schnellverschluss vorn, für den Sprint nach der Fahrscheinkontrolle!“ und „Stronger than Chuck Norris“ steuern ihr Übrigens für den einen oder anderen Schmunzler bei.
Das Label will zudem bald einen eigenen stationären Shop eröffnen, der zusätzlich als kreativer Raum für den Wedding genutzt werden und so Künstlern für die Präsentation ihrer Kunst oder Workshops dienen soll. Wer Bitch Wedding einmal aus nächster Nähe betrachten möchte, möge dies am 8. Dezember 2013 auf der Diorama Berlin tun. Dort können mitgebrachte Kleider, Shirts, Mützen, Bettwäsche und Co. vor Ort gemeinsam mit verschiedenen Bitch Wedding-Designs bedruckt werden. Außerdem werden die letzten Einzelstücke aus der Sommerkollektion und natürlich erste Prototypen des neuen Stuffs für die kalte Jahreszeit verkauft. Denn schließlich, so die weisen Worte auf der Bitch Wedding-Page: „Der Winter kommt, und vorm Späti ist es lange kalt.“
Diorama Berlin
8. Dezember 2013, 12 – 20 Uhr
Supermarkt Berlin
Brunnenstraße 64
13351 Berlin


