Auffellig

  /  18.10.2013

Manch einer, der etwas für Tierfelle jeglicher Facon übrig hat, mag im Herbst/Winter 2013/14 aufatmen: Wo auch immer man hinschaut, es wird kuschelig, denn das Thema Fur ist quasi nicht mehr wegzudenken – allerdings viel tierfreundlicher als noch zu Anbeginn der Zeiten…

Tiger of Sweden

V.li.: gesehen bei Bershka; Spirithoods

V.li.: La Fée Maraboutée; Bodiseng

Rebekka Ruétz

byLouLou

V.li.: Modström; Maze

V.li.: Ilse Jacobsen; Airstep

La Fée Maraboutée

V.li.: Cinque; Spirithoods

V.li.: gesehen bei Bershka; Maze

V.li.: gesehen bei Forever21; Mavi

V.li.: Maze; byLouLou

gesehen by Bershka

V.li.: Cinque; Montgomery

Gesehen bei New Look

WE Fashion

shionIn der Epoche der Jäger und Sammler gab es aus Fashion-Sicht weder Trends noch No-Goes, denn so ziemlich das einzige, was dank natürlichen Gegebenheiten immer vorhanden war und getragen werden konnte, war Leder und selbstverständlich Fell. Deshalb gab es, wenn man es aus heutiger Sicht so nennen möchte – Boots, Lendenschurze, Damenkleider oder aber sogar schmuckähnliche Armbänder – von Teppichen und Decken einmal ganz abgesehen – aus flauschigen Tierfellen. Lässt man die Höhlenmenschen Höhlenmenschen sein und bewegt sich einen Schritt in Richtung Zukunft, so wurde dieses Material von den Eskimos zur täglichen Schutzbekleidung gegen die Kälte verwendet und ist dort auch bis heute noch ein absolutes Muss gegen die klirrende Kälte. Während echte Pelze und Nerze – endlich in der Neuzeit angekommen – rund um die 50er und 60er Jahre der letzte Schrei waren, manch einer trug sogar einen ganzen Fuchs um den Hals, ist die Mode von heute um einiges tierfreundlicher.

Zwar ist die Felljacke/weste oder der flauschige Schaft eines Stiefels ein absolutes Must-have im Herbst/Winter 2013/14, wenn es um die Herkunft des zotteligen Materials geht, dann werden dafür allerdings keine Tiere mehr ihrer Mähne beraubt, der Trendsetter von heute trägt zur kalten Jahreszeit nämlich ausschließlich Fake Fur. Dabei ist die Kombination so vielseitig wie vielschichtig: Fake-Persianer-Jacken, Mäntel mit schafähnlichem Material plus Lederärmel, Zottelwesten mit Strickanteil oder aber à la Yeti mit Leather-Belt sowie Wende-Waist-Coats aus Suede und Langhaarfell; in etwas dezenterem Einsatz Hermelin- oder unechter Nerz-Kragen. Frei nach dem Motto: Wo die (Tier)Liebe hinfellt…

Lara Schotten