99x99 Wege zur Mode
/ 23.07.2013Fashion ist immer auch eine Form von Kunst – so sehen das zumindest die kreativen Köpfe hinter der Marke MoonSoon Saloon. Der Kern der Crew besteht aus einer Kostümdesignerin, einem Maler sowie einem Fotografen und was das Trio im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine gestellt hat, ist wahrlich künstlerisch…




Hinter dem Label MoonSoon Saloon verbirgt sich eine Art Projekt, das, obwohl es zeitlich begrenzt ist, für viele sicher die Grenzen von tragbarer – und nur in ganz bestimmten Situationen tragbarer – Mode überwindet oder zumindest neu definiert. Kostümdesignerin Sara Sachs, Maler Tal R und Fotograf Noam Griegst stecken hinter der Kooperation, die sich um etwas dreht, was man zwischen ausdrucksstarker Kunst, verrückter Fashion und jeder Menge Kreativität findet. Wie schon das Trio, das sich für dieses Projekt zusammen getan hat, so künstlerisch, individuell und sicher auch ein wenig freaky geht’s ebenfalls in den Kollektionen des Brands zu.
99x99 – 99 einzigartige Styles, oder wie die Gründer sie nennen „Characters“, soll es in einer Auflage von 99 Stück geben, aber dieser Rahmen ist auch schon das einzige, was die MoonSoon Saloon-Welt limitiert. Und woher kommt der eigentümliche Name? Irgendwo aus ihren Notizbücher,n gibt die Designerin preis – auf der einen Seite war ein Mond, auf einer anderen ein Löffel gemalt. Der „Saloon“ im Titel erinnert an die erste Arbeitsstätte, dem Studio von Fotograf Noam Griegst in einer Lagerhalle. So wie sie sich selbst als Söhne und Töchter der Faszination bezeichnen, so extravagant und ausgefallen sind auch die Designs des Labels – gemischt wird, was gemischt werden kann: Federn, Mesh-Einsätze, Materialien, Farben und Prints bei Schuhen, Tops, Röcken, Leggings und Kleidern zeigen sich in unterschiedlichster Ausführung, mal in Oversized-Varianten, mal in enger und körperbetonter Form.
Was hier als Fashion durchgeht, ist eine ganz eigene Art von Kunst, die sicherlich nicht von jedermann gemocht oder getragen wird und so auf kunstgerechte Weise polarisiert, doch so viel sei gesagt: Das Wort Mainstream ist hier unbekannt. Ein bisschen erinnern die Styles sogar an die Tierwelt mit ihren Fellen und Federkleidern wie das eines bunten Pfaus und so beschreiben es auch die Kreativen hinter dem Projekt. Vergänglichkeit spielt darüber hinaus auch eine zentrale Rolle, denn keines der Designs gibt’s dank des Unikatsgedanken genau so noch einmal. Dass die Looks in keiner Fabrik angefertigt werden würden, war den Machern klar, deshalb wird alles von Handwerkern verschiedenster Bereiche erstellt, im Prozess, so Sara, erfindet sich der Schneider genauso neu wie der Designer oder der Style an sich, alles im Zeichen der Evolution. Pläne für die Zukunft laufen frei nach dem markeneigenen Motto: „All is in the sphere“.


