Das ultimative Studenten-Gadget

  /  02.10.2018

Eine Boxershorts mit Taschen – klingt perfekt für euren nächsten Kater oder ein Gammel-Wochenende, oder? So sind die wichtigsten Utensilien wie Handy & Co. immer in greifbarer Nähe. Wie alles begann…

Im Studentenwohnheim von Michiel Dicker, Rob ten Hoove und Karel Bosman lag ersterer vor rund vier Jahren auf der Couch, in „regulären“ Boxershorts, ohne Platz für sein Handy. „Wäre es nicht abgefahren, wenn Unterhosen Taschen hätten?“, dachte er laut. Letzterer sprang auf und schrie: „Junge, das ist es! Das machen wir!“ Und so begann das Abenteuer. Die Jungs kramten ihr Erspartes zusammen und bestellten die erste Ladung Pockies: 2.000 Stück. „Aufregende Zeiten. Entweder wir schaffen es, alles zu verkaufen oder wir bleiben für den Rest unseres Lebens auf 2.000 Boxershorts hängen“ erzählt Dicker. Freunde wurden zum Modeln aufgefordert, die Website wurde gebastelt und innerhalb der ersten drei Wochen waren alle Boxershorts ausverkauft. „Wir konnten es nicht glauben. Wir mussten uns vor unseren Professoren verstecken und Uni schwänzen, damit wir mit den Bestellungen hinterherkommen“, sagt Dicker lachend. Heute ist dieser Teil ausgegliedert. „Unsere Vertriebszentrale arbeitet mit Menschen zusammen, die aufgrund von unterschiedlichsten Behinderungen kein ‚normales‘ Arbeitsleben führen können.“

Von Beginn an konzentrierte sich die Kundschaft auf Studenten. Der Slogan der Amsterdamer Marke? Because pants slow you down. „Die Leute erzählen uns, dass ganze Studentenhäuser in unseren Boxershorts abhängen. Wenn jemand Geburtstag hat, schenken sie sich gegenseitig Pockies.“ Die Marke produziert die Shorts für Männer und Frauen; durch ihre lockere Passform können sie auch als kurze Hose getragen werden. Pockies ist eine Marke für jedermann: klein, groß, jung, alt, Bierbauch oder Sixpack. Die Kollektion besteht aus Modellen mit klassischen Mustern wie Streifen und Punkten sowie mit ausgefalleneren Prints, darunter Donuts, Eis oder Pfirsiche.

Die Ambitionen der drei Jungunternehmer lassen sich auch nicht von Grenzen aufhalten. „Jeder Student weltweit sollte einmal das Gefühl haben, wie es ist, sich in unseren Boxershorts zu bewegen. Fürs erste fangen wir mal in Deutschland an.“ Die Gründer sehen bereits einen kontinuierlichen Anstieg der Verkaufszahlen in Göttingen, Passau und Berlin. „Wir hoffen, dass weitere Städte dem Trend folgen werden.“ Vielleicht ja mit eurer Hilfe?

Kristina Arens