Kein Katzenjammer: Muschis Modezimmer
/ 26.09.2005Auf manche Menschen scheint Muschi eine ganz besondere Wirkung zu haben. Ede, Marco und Alex zumindest widmen ihr einen Großteil des Lebens und beschäftigen sich sogar professionell mit ihr. Die Verarbeitung eines Kindheitstraumas? Wissenschaftliches Forschungsbestreben? Rebellion gegen die Prüderie der Gesellschaft? Was auch immer, vom Ergebnis des jahrelangen Muschi-Fanatismus haben jedenfalls alle was ...


Muschis Modezimmer?! Was sich nach einem nicht ganz jugendfreien Fetisch-Schuppen anhört, ist in Wirklichkeit ein Kölner Klamotten-Laden, bei dem nicht nur der Name ausgefallen ist. Der Verkaufsraum im rosa-weißen Mosaik-Look hält Fashion und Accessoires von noch kaum entdeckten Labels bereit; mit dabei sind zum Beispiel Petticoats der Londoner Traffic People und Pullis mit 70er-Tapeten-Muster von King Louis aus Amsterdam. Zur etwas bekannteren Sparte – aber noch lange nicht zum Mainstream – zählen die italienischen Marken Indian Rags und Indian Rose. Ein Highlight für Liebhaber von Unikaten: Talentierte Neulinge können ihre Kleidungsstücke oder Accessoires in Kommission geben und in der Jung-Designer-Ecke ausstellen. Und auch wer nicht selbst entwirft, wird seine Klamotten vielleicht los – im Second-Hand An- und Verkauf gehen nämlich ausgefallene Teile der 60ies, 70ies und 80ies über die Ladentheke.
Hinter der Idee von Muschis Modezimmer stecken Ede, Marco und Alex, die sich bereits mit ihren exklusiven Muschi Club Parties – rein darf meist nur, wen die Jungs persönlich auf der Straße oder in Clubs einladen – einen Namen gemacht haben. Sie wollten ihre Philosophie „anders sein“ aktiv umsetzen und auch „anders handeln“, so entstand ein Laden für Leute, die Wert auf Individuelles und Originelles legen. Muschi ist nach eigenen Angaben „das wilde Frauliche, verbunden mit dem schmusigen Kätzchen ... oder auch das sanfte Feminine verbunden mit der kratzenden Raubkatze“.
Aber auch Männer werden in Muschis Modezimmer fündig, zum Beispiel bei der Auswahl an Hemden von U.S. oder Maria. Wer statt selbst zu shoppen lieber entspannt auf die Freundin warten will, kann eine kleine Wendeltreppe hinabsteigen und sich in der kleinen 70er-Jahre-Lounge bei einem Drink erholen.
