Social Shoppping: Mit großem Herz in den Jahresendspurt
/ 15.11.2005Mit Careflower wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das sich auf die Fahne geschrieben hat, das zusammen zu führen, was bisher als nicht vereinbar galt, nämlich Shopping und Charity.




Das Prinzip von Careflower ist im Grunde recht simpel, doch ausgetüftelt und erfolgt nach einer strikten Trennung zwischen Onlinehandel und Betriebskosten. Trendige Produkte von diversen Marken, die als beteiligte Produktpartner fungieren, stehen auf der Website und können zum handelsüblichen Verkaufspreis erworben werden. Kleiner aber feiner Unterschied: Careflower und jeweiliger Hersteller verzichten gemeinsam auf die üblichen Handelsmargen und wandeln diese in Spendengelder um. Dennoch erhalten die Handelspartner zumindest ihre Produktionskosten zurück.
Das große Plus für die Konsumenten besteht darin, dass sich beim Shoppen auf einen Blick erkennen lässt, wie hoch der Charity-Anteil des jeweiligen Produktes ist, denn der ist neben dem Preis angegeben. Bis dato sind acht Marken an das gemeinnützige Projekt angegliedert; jede hat eine eigene Seite im Shop, auf der ihre Produkte gezeigt werden. Mit dabei sind zum Beispiel Möbus mit kultigen Sneakers und Taschen, Anhaengsel mit jeder Menge Accessoires, Roomsafari mit hilfreichen Interieurgegenständen wie Obstschiene und Topfuntersetzer, Kippiperls mit einer Reihe von legendären Armbändern und Yokozuna mit Milchtütenradio und ulkigen kleinen Stoffmonstern.
Einmal zum Kauf entschlossen, darf man dann auch selbst entscheiden, wem der Charity-Anteil – natürlich zu 100% – zugute kommen soll. „Kindness for Kids“, „Monte Azul“ und „Paz y bien“ sind die drei Hilfsprojekte, zwischen denen es zu wählen gilt. Diese wurden von der Organisation GEXSI, The Global Exchange for Social Investment, ausgewählt und geprüft, bevor eine Zusammenarbeit mit dem Online Store zustande kam. Durch absolute Transparenz und das Netzwerk an renommierten Partnern gewährleistet Careflower hier übrigens genau das Gegenteil von dem, was uns oftmals vom Spenden abhält, nämlich dass wir gar nicht sicher sind, ob das Geld dort ankommt, wo es dringend gebraucht wird.
Die Umsätze, die online erzielt werden, fließen direkt auf ein Treuhandkonto in Hamburg, das von einem Rechtsanwalt sowie einem Steuerberaten verwaltet wird. Dieses Team sorgt auch dafür, dass die entsprechenden Spendenanteile herausgefiltert und gesammelt auf ein Sonderkonto mit Unterkonten für jede einzelne Charity-Organisation bei der GLS Bank für Gemeinnützigkeit in Bochum gehen. Von hier aus werden die Spenden jeweils kostenfrei transferiert. Damit nicht genug: Die Charities Aid Foundation mit Sitz in London ist für die externe Supervision und Beratung des ganzen Projektes zuständig.
Bleibt noch eine Frage offen: Wie finanziert sich Careflower überhaupt, wenn aus dem Verkauf keine Gewinne abgegriffen werden? – Das geschieht rein durch freiwillige Zuwendungen Dritter, das heißt, Careflower lebt vom On-Top-Sponsoring der Produktpartner, Kunden und Förderer. Und die Macher von Careflower Charity-Shopping können stolz sein, denn sie haben es auf elegante Art für Shopping Victims möglich gemacht, Einkaufleidenschaft mit einem guten Zweck zu verbinden. Wenn Social Shopping mal nicht neuer Trend wird...
