Angezogen – Gestylt – Kleidsam

  /  31.10.2006

London, Barcelona, Kopenhagen, Berlin – die Frisur sitzt, aber was ist mit der restlichen äußeren Erscheinung? Im Optimalfall bildet sie eine gekonnte kosmopolitische Kreuzung aus den modischen Einflüssen der benannten Städte. Die Zutaten dafür gibt’s gebündelt an einem Ort innerhalb der Landesgrenzen – bei „Kleidsam“ in Düsseldorf.

Im März 2004 eröffnet, hat sich Sandra Dhingra mit ihrem rund 60 qm großen Lädchen im Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk einen lang gehegten Wunsch erfüllt. „Kleidsam“ heißen die fantasievoll gestalteten vier Wände mit Altbau-Charme, die schon von außen zum Stöbern durch Kollektionen aus allen Ecken der Welt einladen. Labels, die hier – nämlich in der Neusser Straße 123 – zu finden sind, haben das gewisse Etwas, sind trendy, bleiben dabei aber trotzdem mittelpreisig und somit bezahlbar; ganz im Gegenteil zu den Preislagen, die man von Düsseldorf vielleicht sonst so gewohnt ist.

 

Und so stellt die 32-Jährige im „Kleidsam“ ihre weiblichen Kundinnen vor die Qual der Wahl: Förmlich zum Niederknien sind zum Beispiel die Mäntel von dem holländischen Brand Spoon. Dann gibt es da die Kollektion von Lucid 21, einem kleinen, jungen und unkonventionellen Label aus Berlin, das mit seinen mit Blümchenbordüren verzierten Röcken oder mit Hirsch-Prints gestalteten Kleidern seine Trägerin im Handumdrehen in eine Elfe verwandelt. Da wäre außerdem die dänische Marke St. Martins, die mit klassisch nordischem Chic und liebevoll verspielten Elementen skandinavischen Wind in den Laden bringt. Das spanische Brand Skunkfunk hingegen lässt ein bisschen Barcelona-Groove nach Düsseldorf überschwappen: Ob Hemdkleider, Röcke, Blusen, Jacken oder Accessoires – Skunkfunk-Outfits glänzen durch Sportlichkeit und Funkyness. Dank sei den geometrischen Mustern und raffiniert geschnittenen Passformen! Auch Hooch, seines Zeichens britischer Abstammung, besticht mit bequemer Sportlichkeit in Form von sexy Streetwear. Neben weiteren Marken from all over the World konnten sich aber auch einige lokale T-Shirt- oder Accessoires-Labels ihren Weg nach Unterbilk bahnen, so zum Beispiel Hausfreund, Kromosom oder Made in Germany.

 

Alles in allem also ein internationales Fashion-Allerlei, das im „Kleidsam“ zu erschwinglichen Preisen auf die neuen Besitzerinnen wartet. Und das Schöne ist: Bei entspannender Musik bleibt hier immer auch Zeit für ein Tässchen Kaffee und einen netten Plausch. Fazit: Das Lächeln, das man beim Verlassen der kleinen Fundgrube trägt, ist auf alle Fälle kleidsam!

 

 

 

 

Simone Reiner