Lack mich!
/ 12.03.2009Wenn Frauen Taschen kaufen, erscheint Männern das wie ein ungeklärtes, physikalisches Phänomen. Magnetisch-genetische Gründe könnten dafür verantwortlich sein. Hier kommen Exemplare, die eine hypnotische Anziehungskraft auf uns ausüben.








Sucht. Hingabe. Leidenschaft! Sich dagegen zu wehren, wäre absolut sinnlos. Die meisten Frauen kennen das heimtückische Gefühl, das einen umschmeichelt, wenn sich beim Spaziergang „zufällig“ im Schaufenster Handtaschen oder Schuhe ins Blickfeld drängen, die wie für sie gemacht erscheinen. Das Kribbeln im Bauch beginnt, gleichzeitig will man sich nicht an das große Loch auf dem Konto erinnern. Wie unter Hypnose schwebt man in den Laden, um das auserwählte Produkt an Schultern oder Füßen zu platzieren, und wirft einen Blick in den Spiegel. Passt wie angegossen! Jetzt fühlt frau sich wie eine Göttin im Rauschzustand und gleitet mit der ergatterten Ware hinaus ins Freie, nachdem die Kreditkarte gezückt wurde, weit entfernt von den roten Zahlen auf dem Konto.
Hypnotischer Magnetismus könnte sich auch bald schon unter den Taschen von Jungdesignerin Anja Bruhn ausbreiten. Handtaschen, Clutches, Portemonnaies und Laptop-Bags wurden mit Hilfe von Lamm- und Kalbsnappa, Schweinevelours sowie Ziegenleder verarbeitet. Beschichtet mit Metallic-Folien, ergeben sie die typische Anja Bruhn-Lackoptik. Für jeden Anlass und jedes Bedürfnis hat Bruhn etwas auf Lager: elegant, business-like, urban, praktisch oder glamourös. Während quadratische, längliche oder halbrunde Formen in Bruhns Kollektionen variieren, so scheint sie auch gern mit Farben zu spielen. Für die aktuelle Linie „Aquaria“ wurden Gold und Smaragd ausgewählt, die farblich an Knöpfen und Ketten zu sehen sind. Auch zierliche Schmuckstücke sind Teil ihrer Kollektion und könnten direkt von Arielle der Meerjungfrau stammen.
Schon bevor die Modedesignerin ihr Diplom in der Hand hatte, widmete sich die gebürtige Berlinerin ihrem Lieblingsthema: Taschen. Als Assistentin war sie beim Label Kaviar Gauche für das Taschendesign zuständig. Mit dem Modell „Butterfly Bag“ fing alles an, und nachdem sie immer mehr Handtaschen entwarf, war der Weg zum eigenen Label längst fällig. Im Mai 2007 gründete Anja Bruhn schließlich ihre gleichnamige Linie.
Nicht auf Quantität, sondern auf Qualität setzt man bei Anja Bruhn. Von 80 Euro für ein Portemonnaie über 115 Euro für eine Clutch bis hin zu Taschen ab 300 Euro ist das glänzende Vergnügen zu haben. Aber wer an die wirklich große Liebe glaubt und auf Treue setzt, ist sicherlich dafür zu begeistern, und schaut gleich mal bei „Berliner Klamotten“ oder im Concept-Store „Krojer & Gawlitta" in Stuttgart vorbei. Im Netz sind Anja Bruhn-Taschen in den Online-Stores Dailyobsessions.com und Stylealbum.de zu haben.
