Gib Gummi!

  /  13.03.2006

Stoff- und Ledergürtel haben ausgedient: Gummischläuche ersetzen als spritzige Alternative die gewohnten Körpermitte betonenden Kleidungsaccessoires.

Was wäre ein Fahrradreifen ohne Schlauch? Lediglich eine leere Hülle ohne weiteren Nutzen. Neben seiner essentiellen Aufgabe als Innenleben des Reifens erweist sich der Fahrradschlauch als äußerst wandelbares Material. Dieser Meinung war auch Rainhardt Albrecht und funktionierte sie kurzum zu Gürteln um. Was sich auf den ersten Blick als lustige Notlösung präsentiert, ist eine witzige, neue Interpretation des Körperschmucks. Ihr Erfinder nennt seine Marke schlicht „Schlauch“. Die einfachen, schwarzfarbenen Schläuche werden mit einer Schnalle versehen und können dem persönlichen Hüftumfang angepasst werden.

 

Obwohl sich die Gürtel in einfachem Design präsentieren, weisen sie dennoch eine Besonderheit auf. Jeder Fahrradschlauch hat seine eigene Lebensgeschichte: Manche stammen aus dem Ausland, wiederum andere wurden mehrfach geflickt oder erstrahlen im fast unbenutzten Zustand. Die originellen Modelle mit dem kreativen Namen „UNGUNG“ können in den unterschiedlichen Längen und Breiten erworben werden. Auch das Schnallendesign präsentiert sich variabel. Der Träger kann zwischen schwarz gummiert oder gebürstet auswählen. Wer nicht genügend eingedeckt wurde, kann seine Gummileidenschaft mit dem Schlüsselanhänger „BONGA“ stillen.

 

 

Deniz Bisar