Erschwingliche Exzentrik

  /  01.10.2008

Ein Amulett oder eine Brosche - alt und außergewöhnlich - da denkt man doch gleich an ein Erbstück der Großmutter. Aber das geht auch ohne Oma, denn bei Eclectic Eccentricity findet man Schmuck, der mindestens genauso schön, aber bei weitem nicht so kostspielig ist.

 

 

Emma Woodhouse: Schön, aufgeweckt und reich, aus sorgenfreiem Hause und von glücklichem Naturell, war sie offenbar mit einigen der erfreulichsten Vorzüge des Daseins gesegnet und verbrachte beinahe 21 Jahre fast ohne jeden Anlass zu Kummer und Verdruss auf dieser Welt. So beschreibt Jane Austen ihre aus dem England des 19. Jahrhunderts stammende Romanfigur. Sich selbst hatte Emma zur Liebesstifterin erklärt und versuchte vergeblich, die Menschen aus dem Umkreis zu ihrem Glück zu verhelfen. Und auch wenn sie dabei kläglich versagte, so tat sie dies auf eine naive und liebenswürdige Art und Weise in einer Welt voller blühender Obsthaine, wo man zum Zeitvertreib Schmetterlinge fängt, Portraits in Öl verewigt, Blüten im Haar und Rüschen am wallenden Kleid trägt und dabei die „Tea Time“ zelebriert, um dem Gossip der feinen englischen Gesellschaft zu lauschen.

 

Genau in diese Welt fühlt man sich hineinversetzt, wenn man all die herrlichen Kleinodien von Eclectic Eccentricity betrachtet - verträumt und verspielt, exzentrisch und vielseitig, altmodisch und außergewöhnlich. Da gibt es Schlüssel, die vielleicht zu vertraulichen Aufzeichnungen führen, Ohrringe die auf geheime Gärten hinweisen, Liebesbriefe, die tiefste Sehnsüchte preisgeben, und Amulette, in denen man Herzenswünsche einschließen kann. Alltagsgegenstände wie Uhren, Gießkannen und Telefone werden zu zauberhaften Dingen, die von Brieftauben und Schmetterlingen getragen oder von Blumen und Perlen geschmückt werden. Ob Ketten, Ohrringe, Ringe oder Broschen, mit viel Liebe zum Detail und nicht ohne Humor kreiert die englische Designerin Lucy Averill diesen filigranen Schnickschnack. Außergewöhnlich und vielseitig eben – wie der Name Eclectic Eccentricity schon sagt. Das Großartige an dem kleinen, aber feinen Online-Store ist, dass man die Schmuckstücke auch als Nicht-Mitglied der englischen Gesellschaft bestellen kann. Innerhalb von drei bis sieben Tagen wird die Ware verschickt und fliegt, ob von Brieftauben getragen oder per Post gebracht, bei uns ein, wobei Unentschlossene dann immer noch ein Rückgaberecht innerhalb von 14 Tagen in Anspruch nehmen können. Nun muss sich niemand mit kleinerem Geldbeutel scheuen, denn die süßen Liebhaberstücke sind finanzierbar: Ketten liegen zwischen 15 und 22 Euro, Ohrringe gibt es ab 6 Euro, Ringe liegen bei 10 Euro und Broschen kann man zwischen 10 und 17 Euro erstehen. Also, reinschauen und sein ganz persönliches Lieblingsstück finden!

 

 

Daphne Bruland