Da geht dem Käsefuß die Luft aus
/ 10.02.2009Fruchtiges Vergnügen versprechen uns die Schuhmarkenhersteller von Reebok, Scholl Footwear und Chipie. Sie haben für die kommende Saison Frühjahr/Sommer 2009 nicht nur an schicken Klimbim gedacht, sondern endlich mal an Anti-Käsefüße bei Sportschuhen und den Wackelpudding-Effekt bei Highheels.






Schuhe riechen nach Leder und gerade an schwülen Tagen im Sommer - wenn sie barfuß getragen werden - nicht immer gut. Häufig wird der käsefüßige Gestank noch mit wund gelaufenen Fußballen in Form von blutigen Blasen begleitet. Man stöckelt auf dem Kopfsteinplaster wie ein Wackelpudding auf zwei Beinen oder, schlimmer noch, wie über brennende Kohlen. Meistens werden Schuhe dann gleich nach dem Ausziehen zu Hause in die hinterste Ecke des Schuhschranks geknallt, was das Geruchsproblem aber nicht verringert, sondern eher verstärkt. Die altbewährten Hausmittel wie Zimt oder Backpulver stammen noch aus Omas Zeiten. Da kommt man mit Duftbäumchen und Textilspray schon ein bisschen weiter, aber nicht ans geruchsfreie Ziel. Den Gefrierschrank als Schuhregal zu missbrauchen, hilft zwar bestens gegen die Qualen lodernder Füße, nicht aber gegen stinkende Schuhsohlen. Die daneben liegende Tiefkühlkost wird sich mit einem herben Käsearoma bedanken. Und außerdem, wer will schon mit einem Vanillebäumchen und Watte zwischen den Fußzehen herumlaufen? Ganz abwegig ist das jedoch nicht, denn die neuen Lösungen von Schuhherstellern gegen Probleme im unteren Laufbereich arbeiten mit Düften und Einlegesohlen à la 21. Jahrhundert.
Reebok kümmert sich um die sportliche Variante. Der Reebok-Klassiker ERS Racer 2000 bietet neben dem bewährten Sohlensystem auch einen fruchtigen Orangenduft, der aus dem Inneren der Sohle strömt. Dazu passend gibt es den Schuh mit orangefarbener Innenausstattung und einer Grau-Schwarz-Optik. Wer also nach dem Training im Fitnessstudio nicht will, dass andere Sportkollegen die Nase rümpfen, sollte sich schnellstmöglich ein Paar dieser Schuhe besorgen. Sie sind nämlich ab dem 7. Februar 2009 in einer 300 Stück limitierten Sonderedition bei Solebox in Berlin erhältlich. Kostenfaktor: 110 Euro.
Auch der französische Hersteller der Stoffschuhe Chipie möchte, dass die Füße seiner jungen, verwöhnten Kundinnen wie ein Süßwarenladen duften. Die aus vulkanisiertem Naturkautschuk hergestellten Ballerina und Schnürer-Booties sind mit Erdbeeraroma verfeinert. Der Rest der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2009 hält ein geschmackfreies, kunterbuntes Sortiment an Sandalen, Turnschuhen und Wedges bereit. Chipie startet diese Saison erstmals deutschlandweit und ist in Geschäften unter anderem bei Görtz in Hamburg oder bei Dielmann in Darmstadt zu finden. Kostenfaktor: 40 bis 60 Euro.
Um das andere Fußproblem kümmerte sich Dr. Scholl, den man eigentlich für seine Hühneraugenpflaster & Co. kennt. Ganz nach dem Motto „Gymnastik für die Füße“ gelang es ihm, Schuhmodelle zu entwickeln, in denen man auf natürliche Art und Weise in der richtigen Haltung geht und steht. In allen Scholl Footwear-Modellen der Kollektion Frühjahr/Sommer 2009 wurden spezielle Polsterungen unter die Sohle eingearbeitet, die die gesamte Fußfläche umfassen und somit eine gute Abfederung beim Laufen bieten. Natürliche Materialien wie Kork oder recycelfähiges Gummi reiben im wahrsten Sinne des Wortes nur sanft an unserer Seele als an den Fußballen.
Neben Ballerinas, Moccasins, Loafers, Turnschuhen und Sandalen für Männer, Kinder und Frauen, richtet sich die Excercise Sandals-Linie an jene Grazien, die nicht ohne ihren Hacken auskommen wollen. Ob zum Wandern oder für die Tanzfläche, mit den aus Buchenholz gefertigten Sohlen geht´s rein ins schmerzfreie Vergnügen. Scholl Footwear gibt es in allen gängigen Schuhgeschäften, zum Beispiel bei Salamander auf der Friedrichstraße in Berlin. Kostenfaktor: 70 bis 140 Euro
Unser Fazit lautet: Lieber einen frischen Obstgarten im Schuh als Waldpilze zwischen den Zehen!
