Einfach Meisterklasse!
/ 02.03.2007Malermeister, Konditormeister, Schuhmachermeister. Wo ein Meister Hand anlegt, kommt meist auch etwas Meisterhaftes raus. So geschehen bei Carl Häßner, der vor über hundert Jahren den Weg für ein noch heute präsentes Schuhbrand ebnen sollte...








To cut a long story short: 1897 von Schuhmachermeister Carl Häßner in Thüringen gegründet, avanciert das ostdeutsche Schuhlabel Zeha in den wilden 20ern zum Fashion-Item bei Künstlern und Boheme. Nach der deutschen Teilung fokussiert die Marke ihre Kernkompetenzen auf den prestigeträchtigen Sportbereich und wird bald zum Ausstatter zahlreicher Olympiamannschaften. Nach dem Mauerfall gerät die Erfolgsgeschichte ins Stocken – Produktionsstopp! 2003 der Neustart: Die beiden Berliner Designer Alexander Barré und Torsten Heine wollen dem Sportschuh ihrer Jugend eine zweite Chance geben. Gesagt, getan! Und getan hat sich seither so einiges...
Nigelnagelneu im Zeha Berlin-Kosmos, gibt es in diesem Frühjahr die lässigen Designs der Urban Classics-Kollektion zu entdecken. In Boheme-Tradition lassen die Modelle ihren Träger ruckizucki zu den Anfängen der Zeha-Ära, nämlich die 20er und 30er Jahre, spazieren. Klassische „Captoe Oxford“- und „Derby“-Schnitte, huldigen dieser Epoche mit altbewährtem Chic, aber freilich in modernisiert klarem Design und aus feinstem Pferde- oder Kalbsnappa, das sich butterweich an die Füßchen schmiegt.
Wer den Boheme-Style grundsätzlich verschmäht, muss sich nicht grämen, sondern hält sich einfach an die beiden anderen Linien von Zeha Berlin: Entweder an die sportlichen Streetwear-Sneaker, die in Anlehnung an die legendären Originalmodelle gefertigt wurden, die seinerzeit schon DDR-, Sowjet- und andere Spitzensportler trugen. Oder aber an die Carl Häßner Meisterschuhe, die zwar auch sportiv daherkommen, aber dennoch feiner anmuten. Übrigens: Ein fußballgeschultes Auge wird sicherlich sofort erkennen, dass die meisterhaften Modelle analog zu den Zeha-Fußballschuhen der 50er Jahre entstanden sind.
Die Entscheidung ist gefallen, welches Zeha-Schühchen es sein soll? Dann auf zum Capitol nach Berlin, zu Foxy Brown nach München, zum Duisburger Harders oder zum Freudenhaus nach Heidelberg, um nur einige Läden zu nennen. Im Geldbeutel sollte man für die Urban Classics zwischen 199 und 359 Euro haben, für die Streetwear-Kollektion reichen maximal 129 Euro aus, und für die Carl Häßner Meisterschuhe muss man 179 bis 239 Euro hinlegen. Dafür ist’s aber auch Meisterhandarbeit!
