Spuren des Winters

  /  06.10.2005

Wer schon einmal ein Kleidungsstück an einem lauen Sommerabend im Garten vergessen und erst Monate später wiedergefunden hat, der weiß was die Witterung so alles mit Textilien anstellen kann. Ungewollten oder gewollten Fans von Wetterbedingten Used-Effekten nimmt meist der Zeitaufwand für diesen Style die Lust am kreativen Customizen der eigenen Kleidung.

Kinder sind ja bekanntermaßen nicht gerade zimperlich. Auch bei Wind und Wetter nutzen sie jede Minute an der freien Luft und matschen, toben und entdecken, was das Zeug hält. Die verzweifelten Mütter treibt das allerdings schnell zur Weißglut. Denn bei solch einem Spieldrang bleiben Abschürfungen, Grasflecken und andere Makel an der beanspruchten Kleidung nicht aus. Zartbesaitete und zum waschen verbannte Mütter treibt der Jeanser Lee mit seiner neusten Kollektion dann wohl an den Rande eines Nervenzusammenbruchs. Denn das Motto in diesem Winter lautet „Weather beaten“. Vier neue Finshes bestimmen den Look und lassen den Träger frei nach Vorliebe zu Schnee, Erde, Regen oder Eis entscheiden. „Ink Storm“ nennt sich der Style, der die Inspiration nächtlichen Regens in sehr dunklen Blauwaschungen und verwitterter Used-Optik umsetzt. „Muddy Haze“ hingegen setzt auf die Farben des Waldes. Braun- und Grüntöne geben den Finishes einen erdigen Schimmereffekt.

 

„Frost White“ greift die Atmosphäre weißer Winterlandschaften mit Hilfe dunkler Denims versehen mit weißem Finish auf. Ausschlaggebend für den Look ist auch das Finish der „Dog Night“-Linie. Die Denims sind hier mit einem glasigen Schimmer überzogen, der an vereiste Seen erinnert. Alle Styles sind in verschiedenen Schnitten erhältlich. Besonders wichtig in diesem Winter sind bei Lee Röhrenschnitte und Loose Fits. Die Five-Pocket-Jeans sind außerdem mit schönen Details wie handgefertigten Knöpfen und Innenfutter versehen und somit auch eindeutig wintertauglich. Und auch an Sweatern und Shirts setzt Lee die Witterungseinflüsse um.

 

 

Janina Kerstan