Alles Street Cut Couture oder was?
/ 28.09.2006Wenn sich eine Spanierin und ein Schweizer zusammentun, um ihr eigenes Label zu gründen, ist eines sicher: Das Ergebnis ist erfrischend anders – vermutlich weil die Verschmelzung aus nördlicher Kühle und südlichem Feuer für das gewisse Etwas sorgt!







„Caramba!“ macht’s im idyllischen Basel immerfort, seitdem Laetitia Rondez und Felix Stern ihrem gemeinsamen Brand Subborn im Jahre 2003 Leben eingehaucht haben. So richtig aber erst seit 2005 auf dem Markt präsent, glänzen die frischen Kollektionskreationen vor allem durch den hauseigenen Street Cut Couture-Chic. Was genau das ist, wird klar, wenn man die Styles konkret vor Augen hat. Bestes Beispiel dafür ist der Canvas-Mantel aus der aktuellen Herbst/Winter-Kollektion, der sich für diese Saison bereits seinen Platz auf dem hartumkämpften Bestseller-Thrönchen gesichert hat und in Sachen Farbe locker mit dem frechen Flip aus Biene Maja mithalten kann. Mal abgesehen von dem grasigen Grün hat der trendy Coat in klassischem fast 60ies-Schnitt aber nicht sonderlich viel mit irgendwelchen Trickfilmfiguren gemein, ganz im Gegenteil: Völlig verschärft windet sich der zugehörige, nicht unbreite Gürtel in diesem Fall jenseits von Frauchens Taille um ihre weiblichen Rundungen eine Etage höher...
Aber auch die zahlreichen Kleidchen und Oberteile von Subborn schaffen es allesamt, einerseits elegant und couturig, andererseits aber doch sehr schnelllebig und trendy rüberzukommen – das liegt zumeist an den feinen Details, die sich auf jedem einzelnen Stück wieder finden: mal in Form eines Labelaufdrucks, mal als kleine Schleife, mal getarnt als Militärstreifen, mal als neckische Raffung, und, und, und. Dabei bleibt Subborn allemal bezahlbar. So liegt der brustfixierende Trenchcoat „Uma“ bei 139 Euro, das nostalgisch verspielte Blüschen „Estrella Balloons“ bei 75 Euro. Für die psychedelischen Blumenarrangements auf Wickelkleid „Ghislaine“ muss frau 89 Euro-tief in die Tasche greifen, das farbenfrohe Top „Zoe Red“ gibt’s dagegen schon für 65 Euro. Zu shoppen sind die feschen Teilchen von Subborn natürlich in der Heimat der beiden Gründer, also in der Schweiz und in Spanien, aber auch in UK oder hierzulande, und zwar zum Beispiel bei Kult in Köln oder im Internet über Klang und Kleid oder Stromberg.
Als letztes Kapitel der schwizzer-spanischen Koalition bleibt nur noch, den Markennamen genauer unter die Lupe zu nehmen. Sieht man mal davon ab, dass Subborn im New Yorker Slang so viel wie „im Untergrund geboren“ bedeutet, ist die eigentliche Herkunft des Namens aber vielmehr in dem hippen Stadtviertel Barcelonas „El Born“ zu suchen. Hier sind nämlich viele süße Fashion-Geschäfte zu Hause – so süß wie Subborn selbst!
