Rohstoff für die Glamour-Szene
/ 25.05.2005Die Punks sind es in der Regel nicht. Wohl ebenfalls abgehakt werden können die Gruftis. Und die Ökos haben sowieso keine Chance. Doch welcher Klamotten-Style steht eigentlich stellvertretend für den Begriff „sexy“?


Der niederländischen Denim-Marke Kuyichi zumindest scheinen Vorurteile dieser Art schnurzpiepegal: Getreu der Firmenphilosophie sitzt hier die Subtilerotik mit Mutter Erde und furchtlosen Menschenrechtlern in einem Boot. Wie das funktioniert? Ganz einfach! Wir glauben an Fashion-Styles mit Gewissen und Sinn, die gleichzeitig stark, sexy und provokativ sind“, heißt es von Seiten der Macher, die unter dem Vorsatz „Fairtrade“ ebensoviel Wert aufs Design wie auf einen sozial-ökologischen Produktionsablauf legen. So wird mittlerweile beinahe die komplette Kuyichi-Kollektion aus Bio-Baumwolle gefertigt – Kunstfasern oder Chemikalien zur Insektenbekämpfung haben hier keine Chance. Dass daneben auch die Achtung der Arbeiter oberste Priorität hat, versteht sich an dieser Stelle wohl von selbst. Angefangen vom Baumwollpflücker in Peru bis hin zur Näherin in Indien – die Zahlung von Mindestlöhnen wird strengstens befolgt!
Doch die Marke geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht Unternehmen aus Dritte-Welt-Ländern, als gleichberechtigter Teilnehmer neben Kuyichi zu stehen. „Die Verantwortung und den Gewinn zu teilen, festigt Partnerschaften ungemein“, weiß das Fashion-Brand. Bestimmt Klamotten mit Lebensweisheits-Sprüchen, könnte jetzt so manch einer denken – aber nix! Bis auf einen kleinen, in der Jeanstasche versteckten Infozettel verraten die Styles optisch rein gar nichts von ihren gewissenhaften Herkunft… Ob die Natur-Teile nun wirklich sexy oder lediglich ein Abklatsch besserer Öko-Styles sind, davon können sich Neugierige aus heimischen Landen bald persönlich ein Bild machen, denn schon in Kürze, genauer gesagt im August, geht Kuyichi auch in Deutschland an den Start!
