Face-to-Face mit Adidas Spezial
/ 20.11.2008Er ist ein Klassiker – ein Original. Man kennt und trägt ihn seit Jahrzehnten. Er verbindet Generationen sowohl im Sport als auch im Alltag. Aber was sagt er eigentlich selbst dazu, der Adidas Spezial?


Lieber Adidas Spezial, ich freue mich, Sie heute bei uns begrüßen zu dürfen. Sagen Sie, ist das eigentlich ein Doppelname, den Sie da tragen?
„Hallo! Nein - Adidas ist mein Vorname und Spezial mein Nachname. Aber es gibt tatsächlich einen Familienzweig bei uns mit Doppelnamen. Neben den Adidas Spezials gibt es noch die Adidas Handball Spezials oder auch Performance Spezials genannt.“
Familie Adidas Spezial? Sagten Sie nicht, dass Adidas Ihr Vorname sei?
„Sicher ist er das. Bei uns in der Familie werden die Enkelkinder immer nach den Großeltern benannt. Naja, und irgendwie heißen wir alle Adidas. Tradition, verstehen Sie?“
Ich verstehe, Herr Spezial. Warum erzählen Sie uns nicht etwas von Ihren Großeltern und den Familienbanden?
„Wie viel Zeit haben wir denn? Kleiner Scherz! Also, unsere Familienwurzeln reichen bis in das Jahr 1979 zurück. Damals wie heute waren wir im Hallenhandball eine ganz große Nummer. Und man muss schon sagen, auch wenn meine Vorfahren sich lieber drinnen als draußen aufgehalten haben, kann man ihnen bei weitem keine Bequemlichkeit vorwerfen. Sie waren richtige Haudegen, ohne Zweifel. Dennoch war eine meiner Ur-Großmütter der Meinung, man müsse auch mal die geschlossenen Räume verlassen, um etwas anderes zu sehen. Und so wurden wir im Laufe der Zeit mehr und mehr zu einem Freizeitschuh. Wir lieben das Leben außerhalb von Sporthallen und stehen eher für Lifestyle und Streetwear. Einige meiner Verwandten bevorzugen aber dennoch das Leben als Sportschuh und, wie bereits erwähnt, gibt es zudem noch die Performance Spezials, die sich auf den Hallenhandball eingeschossen haben. Aber mit diesem Familienzweig habe ich nicht viel zu schaffen, ich habe eher Teil am Leben außerhalb von Sporthallen - am Alltag, genauer gesagt.“
Sehr Interessant. Heißt das, dass Sie keinen Sport mehr betreiben?
„Ich persönlich renne schon mal zum Bus, wenn nötig. Aber Sport? - Nö. Da kann ich allerdings nur für mich sprechen, denn wir Spezials sind halt sehr verschieden. Es gibt uns in unterschiedlichen Hautfarben, zum Beispiel in Dark Olive, Black, Dark Navy und Original Blue. Je nach Saison kommen auch neue Farben dazu, aber das geschieht nicht sehr häufig, da wir ein bewährter Familienclan sind. Zudem haben wir aber auch unterschiedliche Vorlieben, wobei dies natürlich mit unserem Besitzer verbunden ist.“
Unterschiedliche Vorlieben – können Sie da bitte konkreter werden?
„Das kommt, wie gesagt, immer auf unsere Besitzer an. Der eine ist ein Bewegungsjunkie, der andere ein Partygänger und wieder andere sind gemütliche Homies. Ich hab letzte Woche noch von einem Neffen gehört, der auf einer Hochzeit war. Es gibt also kaum Situationen, die wir nicht schon mal erlebt haben.“
Also würden Sie Ihr Leben als abwechslungsreich beschreiben?
„Natürlich! Vielseitig und aufregend. Ich bin immer dort, wo etwas passiert. Das einzig Unerfreuliche ist der Dönerregen, den ich von Zeit zu Zeit über mich ergehen lassen muss.“
Dönerregen?
„Ja, mein Besitzer liebt Döner. Aber irgendwie schafft er es nicht, ihn vollends in seinen Mund zu befördern. Das heißt für mich dann immer: Aufpassen! Aber Gott sei Dank bin ich ja wendig und weiß, rechtzeitig auszuweichen. Meistens zumindest.“
Es gibt viele Clans, die mit der Zeit aussterben. Worauf würden Sie den Erfolg Ihrer langjährigen Familiengeschichte zurückführen?
„Wir sind Klassiker – Originale sozusagen. Mit unserer Historie spielen wir in der Old-School-Liga und bringen einen Hauch von Retro mit. Außerdem sind wir zeitlos und als Unisex-Modelle für jedermann tragbar. Das ist meiner Meinung nach das Erfolgsrezept.“
Na, das ist doch ein schöner Abschluss-Satz. Vielen Dank, Herr Spezial!
