Krokodile leben länger!

  /  27.04.2006

„Un peu d’air sur terre“ – Einfach mal loslassen, sich frei fühlen und die Leichtigkeit des Seins genießen. Lacoste hat sich die Redensart als Leitspruch für seine Sommerkollektion gesetzt. Styles, die zum Abheben einladen, aber dennoch fest mit dem traditionellen Background verwurzelt sind.

Eine Wette unter Sportkollegen ist daran Schuld, dass sich bis heute auf den Polohemden der Marke Lacoste das grüne Krokodil räkelt. Das französische Tennisass René Lacoste schloss mit seinem Teamkapitän die Wette ab, dass er einen Handkoffer aus Krokodilleder erhalte, wenn er sein nächstes Spiel gewinne. Lacoste verlor, aber die Presse war der Meinung, dass er wie ein Krokodil gekämpft hätte. Et quelle surprise: Die Idee für das Markenzeichen war geboren – das war 1927.

 

Heute, fast achtzig Jahre später ist Lacoste immer noch angesagt wie zu seinen erfolgreichsten Zeiten. Es ist wieder en vogue, die grüne Echse mit dem frechen Grinsen auf einem Kleidungsstück zu tragen. Unter der Leitung von Creative Director Christophe Lemaire beweist das 1933 gegründete Unternehmen seit einigen Saisons, dass es mehr zu bieten hat, als die allbekannten Poloshirts. „Lässig und trotzdem angezogen“ – unter diesem Motto steht die Frühjahr/Sommer-Kolllektion 2006, einer Kombination aus Huldigung klassischer Lacoste-Styles mit jugendlichem Esprit.

 

 

 

Genährt wird diese Symbiose von Totallooks in leuchtenden Farben, die sich von asiatischen und brasilianischen Streetstyles inspirieren lassen. Typisch dafür sind heiße Neckholderkleider und –oberteile, Miniröcke sowie sportlich-lässige Kapuzenwesten, die den Flair der Copa Cabbana widerspiegeln. Weiß, Orange, Rot, Grün, Gelb und Hellblau verwandeln mal als Streifen-, mal als Rautenmuster oder als Tupfen die sommerlichen Outfits in kleine Kunstwerke. Ob Hotpants/Shorts, enge Caprihosen oder legere Langvarianten: die Hosen bieten immer Bewegungsfreiheit. Natürlich dürfen die klassischen Poloshirts nicht fehlen. Mal im lockeren Sporty-Style oder im Kleinmädchenlook, das Shirt tobt sich in allen Farb- und Mustervarianten aus.

 

 

 

Interessant ist der Mix aus strengen Männermode-Elementen mit den kaleidoskopischen „Preepy Pop“ -Kollektionsteilen: Nadelstreifenanzugjacken werden zum Begleiter der fröhlichen Sportswear. Ebenso farbenfreudig geht es bei den Accessoires zu: Ringelsocken, Badeanzüge, Sneaker und Ballerinas als auch Käppis stehen unter der Devise der gepflegten Farbigkeit. Wer es nicht so quietschbunt mag, der greift auf das bewährte Schwarz-Weiß-Duo zurück, das sich vom Stil der 20er Jahre beeinflussen lässt. Gut gepunktet „Krokodil“!

 

Christophe Lemaire ist seit 2002 für das Design der Traditionsmarke zuständig. Er lernte unter erfahrenen Designer wie Thierry Mugler, Yves Saint Laurent und Christian Lacroix, bevor er 1990 seine eigene, nach ihm benannte Linie etablierte. Er bevorzugt Outfits, die Eleganz und Funktionalität miteinander vereinen.

 

 

 

 

Deniz Bisar

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