Mysterium Miezekatze
/ 23.03.2006In Indonesien und anderen Ländern gelten Katzen nicht nur als schön und nützlich, sondern landen bisweilen auch im Suppentopf – als Delikatesse, versteht sich. Derartige kulinarische Genüsse kämen dem Londoner Label Arrogant Cat nicht so schnell auf den Tisch...





Dabei ist die Bezeichnung „Arrogant Cat“ für das britische Brand mehr als bloßer Markenname, sie ist gleichzeitig auch Firmenphilosophie. Denn: Die Miezekatzen, die hier gemeint und denen die Kollektionsteile sozusagen auf den grazilen Menschenleib geschneidert sind, zeichnen sich in erster Linie durch ihre Waghalsigkeit aus, wenn es um das Experimentieren mit neuartigen Looks geht. So zumindest beschreibt Creative Head Somi Han die Idee, die hinter ihrem Label steckt, das sie 1998 gründete, just als sie mit der Central St. Martin’s School of Art fertig war. Lediglich ein Budget von 100 Pfund als Startguthaben in der Tasche, wagte sie mit ihrer Kollektion dann zum ersten Mal auf den weltberühmten Londoner Flohmärkten Portobello und Spitalfield Market den Schritt in die Öffentlichkeit, wo sie ihre Produkte zunächst von winzigen Ständen aus verkaufte. Schon damals ging es der heute Mittdreißigerin vor allem darum, den Katzen oftmals nachgesagten Stolz zu kultivieren, indem sie Styles jenseits des Mainstreams kreierte und damit sogar eigene Trends setzte.
Mittlerweile gibt es neben dem Hauptgeschäft in der Great Portland Street fünf weitere Stores in und um London. Und auch wer nicht auf dem britischen Festland zu Hause ist, muss auf Arrogant Cat nicht verzichten, denn seit Februar dieses Jahres hat das Label seinen eigenen Online-Shop. Von dort aus werden katzenaffine Fashionists in der ganzen Welt mit der Kollektion versorgt, die sich als eigenwillige Mischung aus Street Chic und verführerischer Femininität für Wild-, Raub- und Schmusekatzen zwischen 16 und 40 beschreiben lässt. Und wer den elektronischen Einkaufsbummel aus irgendeinem Grund scheuen sollte, bekommt die markanten Outfits zum Beispiel auch bei Isy’s in München, Stoffwechsel in Frankfurt oder Jimmy’s Zentrale in Berlin. Einmal an dem unverwechselbaren Look Gefallen gefunden, lohnt es sich übrigens, regelmäßig nach aktuellen Stücken Ausschau zu halten, denn Arrogant Cat produziert nicht im traditionellen Saisonrhythmus, sondern verfolgt ein sehr viel flüssigeres, innovatives Konzept und bringt jede Woche neue Teile raus.
Bei so viel Huldigung an die sagenumwobenen Vierbeiner verwundert es dann auch kaum mehr, dass die schmusigen Tierchen im alten Ägypten nicht nur als heilig galten, sondern nach ihrem Tod sogar einbalsamiert wurden...
