Sondermüll
/ 24.03.2006Gelbe Tonne, Altbatteriensammelstellen, Altglas- und Altpapierbehälter: Damit wir auch in ein paar Jahren noch auf diesem Planeten wandeln können, setzen wir uns bewusst gegen Umweltverschmutzung ein. Einige sehen in diesen ökologisch vertretbaren Maßnahmen eine weitaus größere, kreative Herausforderung...








Kann sich jemand noch an die kitschigen und unförmigen Sweatshirts mit Transformers- oder NBA-Staraufdrucken erinnern? Ganz besonders beliebt waren solche, die noch mit Großbuchstaben den Markennamen eines Labels anpriesen oder mit einem sinnlosen Spruch wie „Keep on smiling!“ bedruckt waren. Gerade diese Labberpullis haben es der niederländischen Modedesignerin Tineke Greijdanus angetan. Für das Label „Fakewear“ entwarf sie eine putzige Shirt- und Accessoireskollektion. Aus dem „Sondermüll“ der modischen Vergangenheit recycelte sie lustige und tragbare Einzelmodelle, die weder der Umwelt, noch dem Auge schaden. Insgesamt präsentiert die Marke „Fakewear“ interessante Objekte von anderen jungen Designern, die gegen das globale Problem der modisch unästhetischen Massenware angehen.
Wer behauptet, die Schweizer wären etwas langsam, der täuscht sich gewaltig. Zwei ganz fixe Schweizerinnen gründeten das Label „Frieda Frech“, mit dem Ziel, die Umwelt auf originelle Weise vor dem Vermüllen zu retten. Doch was kommt bei der Kooperation zwischen einer Journalistin und einer Marketingfachfrau heraus? In diesem Fall ganz viel Dekoratives. Ihr erstes „Baby“ sind sportliche Gürtel aus alten Feuerwehrschläuchen. Den Alm-Öhi-Touch erhalten sie durch traditionelle Verschlüsse mit Prägungen des Nationalsymbols der Schweiz, dem Kreuz oder als Reminiszens an die UDSSR, Hammer und Sichel. In der Zukunft planen Marianne Pletscher und Carola Schaffner-Rocca, weitere Produkte aus Recyclingmaterialien herzustellen. Wir dürfen gespannt sein!
Der beste Freund: Jemand, dem man alles anvertraut. Er hört geduldig zu, ist in den entscheidenden Momenten immer für einen da und liebt uns trotz aller Macken so, wie wir sind. Was aber wenn die beste Freundin oder der beste Freund eine Tasche oder ein Brillenetui ist? Entweder ist man reif für die Klapsmühle oder man besitzt eines der witzigen Stücke von „PleaseBeautiful“. Mit dem Vorsatz „Jede/r hat das Recht auf eine eigene Freundin!“ verwandeln drei Freundinnen alte Fundstücken wie mottenzerfressene Stoffe vergangener Jahrzehnte, ausrangierten Ex-Lieblingsstücke oder ganz banale Alltagsgegenstände in einzigartige Schmuckgegenstände. Gebraucht ist brauchbar und alles ist möglich. Man nehme nur eine Altware aus der eigenen Vergangenheit, steuere etwas Fantasie bei und schon hat man einen treuen Freund – vielleicht für immer.
