Ein Freund, ein guter Freund
/ 25.04.2006Der eine ist ein gerissener Weltenbummler-Casanova, der andere könnte das verschollene fünfte Bandmitglied von Kiss sein und der Letzte ist ein krimineller Farbkünstler mit einer Affinität zu Obstgebäck. Zusammen sind sie die besten Buddies, welche die Welt bisher gesehen hat.






Als 1920 ein gewisser Buddy Lee das Licht dieser Welt erblickte, konnte noch keiner ahnen, dass aus dem kleinen Racker ein ganz Großer werden würde. Ein gewitzter Geschäftsmann aus Minneapolis erfand im Rahmen einer Promotion der Jeansmarke Lee die Gummifigur Buddy Lee. Ihr wurden nach Originalen angefertigte Mini-Overalls angezogen, die sie dann im Schaufenster präsentierte. Der Rest ist Geschichte: Von Anfang an eroberte die witzige Figur die Herzen der Lee Jeans-Fangemeinde. Äußerst erfolgreich ist auch ihr Sinn für die Wandelfähigkeit. Zwischen 1920 bis 1960 schlüpft der niedliche Rubberman in die unterschiedlichsten Rollen: Mal ist er ein Ingenieur, mal ein Coca Cola-Lieferant oder ein Eisenbahnarbeiter.
Die Serie der Verwandlungen wird nun wieder fortgesetzt. Perfekt gestylt wie immer feiert Buddy in dreifacher Ausgabe sein Comeback. Der heimliche Star des Denimlabels setzt mit den Charakteren Charlie Tiuana, Karl Styx und Booy Ross neue Maßstäbe in der Welt der Vinyl-Spielzeugsammler.
Charlie Tiuana umsurfte im Alter von vier Jahren zwei Mal die Erde auf einer Tunfischdose. Als Teenager handelte er mit Schnürsenkeln und Basmati-Reis. Zurzeit weiß niemand, was er macht, doch eins ist sicher: Er ist „a damned good lookin’ man“, der sich vor dem Ansturm weiblicher Fanpost kaum retten kann.
Die zweite Buddy-Figur ist von der griechischen Mythologie und insbesondere vom Fluss Styx inspiriert, der die Grenze zwischen Leben und Tod bildet. Der Sage nach sollen alle, die sich im Styx baden, unverwundbar werden. Gesagt – getan, sagte sich Ronnie Rundblech und taufte sich mit einer Flasche Rotkäppchensekt in Karl Styx um. In seinem Ganzkörperskelettanzug sieht er zwar schaurig aus, aber beweist, dass er sein Herz am richtigen Fleck hat.
Der dritte im Bunde widmet sein Dasein der Street-Art. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Straßen mit Farbe zu verschönern und somit der Allgemeinheit etwas für das Auge zu bieten. Jedoch geriet er irgendwann in die Mühlen der Justiz und verschwand plötzlich von der Bildfläche. Zuletzt wurde er bei einem Blaubeerkuchenwettessen gesehen, wo er den zweiten Platz belegte.
Entworfen und entwickelt wurden die drei vom Künstler Flying Fortress, Vinyl-Designer und Underground-Grafiker. Auf der eigens für die Figuren entwickelten Internetseite, erfährt man, wo die Toy-Boys erhältlich sind. Mit dem Kauf einer limitierten Buddy Lee-Puppe unterstützt der Käufer einen guten Zweck. Von jeder verkauften Figur gehen zwei Euro an die „Jungen Helden“, ein Verein, der sich für das Thema Organspende in Deutschland stark macht.
