Fit oder Flop?
/ 16.05.2008Ausgerechnet ein Schuh soll uns zur schöneren Figur verhelfen. Und das auch noch ganz nebenbei. Was die Industrie sich nicht alles für uns einfallen lässt. Allerdings: Man muss schon zugeben, es klingt plausibel, und schön ist er auch - der Fit Flop.



Schwaches Bindegewebe an Beinen und Po – das ewige Leid der Frauen! In einer vorteilhaft sitzenden Jeans kommt man vielleicht noch mal davon, aber kritischer wird’s dann im kurzen Rock oder gar im Bikini. Und selbst wenn man als Frau das Glück hat, nicht mit direkt sichtbarer Cellulite gestraft zu sein, wird es spätestens dann heikel, wenn man im Röckchen galant die Beine übereinander schlägt. Dann war´s das nämlich mit dem Galanten: Hässliche Grübchen und Dellen zieren für jedermann sichtbar unsere Oberschenkelunterseite. Trotz Cremes und Lotionen, Massagen und Wickeltechniken und alles andere, was der Anti-Cellulite-Markt so hergibt, wissen wir, dass im Grunde nur eines hilft: Sport! Nun werden die Fitness-Junkies und Ausdauer-Cracks mit bedächtigem Grinsen nicken und die Sport-Verächter und Couch-Kartoffeln frustriert mit den Augen rollen. Aber oft ist es ja nicht nur die fehlende Motivation, sondern auch der Mangel an Zeit, der uns vom täglichen Workout abhält. Wäre es nicht klasse, wenn man sein Fitnessprogramm schon während der Arbeit, der Mittagspause, des Einkaufens, des Stadtbummels und aller anderen täglichen Erledigungen ganz automatisch absolvieren könnte?
Nun kommt ein Schuh auf den deutschen Markt, der all diese Probleme lösen will. Fit Flop heißt das gute Stück und soll das Fitness-Training direkt in sich tragen. Zwar handelt es sich erst einmal „nur“ um einen Sommerschuh in Zehengreifer-Form, aber durch seine besondere Konzeption soll er das normale Gehen zu einem effektiven Workout machen. Das Geheimnis liegt in einer integrierten Zwischensohle, die wie ein Balance Board aus dem Fitness-Studio funktioniert. Durch diese flexible Sohle müssen Fuß-, Bein-, Gesäß- und Rückenmuskulatur in Mikrobewegungen das Gleichgewicht ausgleichen und stehen somit mehr unter Spannung, als es beim Gehen mit einem normalen Schuh der Fall ist. Dabei sorgt ein ergonomisch geformtes Fußbett für Tragekomfort. Was sich jetzt wie ein Gesundheitsschuh anhört, sieht aber gar nicht danach aus, er kommt sogar richtig stylisch daher. Es gibt ihn in schlichtem Schwarz, leuchtendem Rot, Bronze, Silber oder erfrischendem Grün. Mit rund 60 Euro ist er zwar nicht ganz günstig, doch wer ihn einmal getragen hat, will ihn um keinen Preis mehr missen. Zu kaufen gibt es das Multitalent im Schuh- und Sportfachhandel wie zum Beispiel bei Sport Scheck in München, im Schuhhaus Juppen in Düsseldorf, im Breuninger in Stuttgart und im Kadewe in Berlin. Ob er hält, was er verspricht? Natürlich ersetzt er nicht das Ausdauertraining, mit dem man nicht nur das Bindegewebe, sondern auch das Herz-Kreislauf-System stärkt. Er sorgt auch nicht für ausgeprägte Muskulatur, wie es ein gezieltes Krafttraining machen würde, aber er ist eine Wohltat für unsere Füße und ein Blickfang für unser Styling.
