Life’s a bitch and then you die

  /  03.08.2006

Im Hongkong Museum of History, dem Tsim Tsa Tsui, wird die Geschichte Hongkongs portraitiert. Nur noch eine Frage der Zeit, bis in dem aufwändig gestalteten Museum auch die Taschen des Premium-Labels Tough zu sehen sind. Die kommen nämlich auch aus der chinesischen Metropole!

Regisseur Wong Kar Wai hat mit seinem Science-Fiction-Werk „2046“ einen schillernden Liebesfilm im Episodenstil produziert, der im futuristischen Hongkong spielt. In einem Interview zu seinem Film sagte er einmal: „Wir alle brauchen einen Ort, an dem wir bestimmte Erinnerungen, Gedanken, Impulse, Hoffnungen und Träume aufbewahren oder gar verstecken können.“ Auch wenn Wong Kar Wai dieses Statement auf jenen Teil des Lebens bezogen hat, der sich niemals ganz „fassen“, geschweige denn einpacken lassen wird, so hätte ihm vielleicht dennoch die ein oder andere Tasche des Labels Tough Jeansmith in so mancher Situation weitergeholfen – zumindest beim Transport physisch realer Güter, die ja schließlich auch ihren Wert haben! 1994 in Hongkong gegründet, stellt das Premium-Label seine ausgefallenen Taschen wahlweise aus Canvas, Leder oder Nylon her. Und die sind nicht mehr nur in China zu haben, sondern mittlerweile weltweit in mehr als zehn Ländern – darunter in Japan, Thailand, Taiwan, Australien, Frankreich, Italien, Spanien, Holland und Belgien! Auch hierzulande gibt’s jetzt die Bags, die mit ihrem Begleiter durch dick und dünn gehen, zum Beispiel bei Daniels in Köln, Krayer Sport in Essen, Number One Mangold in Ulm oder Bodycheck in Berlin. Um die enigmatische Appearance auf den eigenen Look zu transferieren, muss man freilich erst einmal mitteltief bis tief in die Geldtasche greifen: Canvas-Varianten kosten zwischen 49 und 99 Euro, Leder gibt’s für 99 bis 229 Euro und für eine Nylon-Bag muss man zwischen 49 und 99 Euro hinlegen – die Welt ist und bleibt eben tough!

 

 

 

 

Simone Reiner