Gebt den Hanf her!
/ 03.12.2009Ökologisch völlig unbedenklich, dazu ziemlich gut aussehend und von einer Qualität, die sich kaum von anderen Jeans unterscheidet oder sogar besser ist: Das sind die Hosen, die uns das „Hanfhaus“ nun ans Herz legt. Und wer verspürt nicht den Wunsch, etwas für die Umwelt zu tun und dabei auch noch eine gute Figur zu machen?



Würden wir noch im 18. Jahrhundert leben, so wäre Hanf bei uns nicht hauptsächlich nur für seine berauschende Wirkung bekannt und „verpönt", sondern würde zu unserem Leben gehören wie sprichwörtlich die Jacke zur Hose oder der Topf zum Deckel. Zwar rauchten sich auch die alten Ägypter schon ab und an einen Joint, doch war Hanf in den letzten Jahrhunderten vor allem als Nutz- und Faserpflanze für seine vielfältigen Eigenschaften bekannt. Alle möglichen Textilien wurden aus der Hanffaser gefertigt: Bekleidung, Seesäcke, aber auch Segel und Taue bestanden aus dem heute nur von Extrem-Ökos geliebten Stoff. Selbst eine der ersten Hosen, die Levi Strauss ab 1870 herstellte, war eine Hanfjeans. Zwar gab es solche in alternativen Läden auch in den letzten Jahren schon zu kaufen, doch führte sie eher ein Leben außerhalb des Rampenlichts. Nun aber, im Zuge des aktuellen Trends zum ökologisch nachhaltigen Produkt, erhalten Hanfhosen wieder die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt. Darauf schwört auch Daniel Kruse, Geschäftsführer von Hanfhaus.de, der die Hanfjeans zusammen mit anderen Produkten aus dem vielseitig einsetzbaren Pflänzchen wie Kosmetika, Lebensmittel und Accessoires schon seit den 1990er Jahren vertreibt und sich einer stetig größer werdenden Nachfrage erfreut.
Die Begeisterung für Hanf wird verständlich, wenn man einen Blick auf einen seiner Vorteile wirft, zum Beispiel den ökologischen Anbau. Die Pflanze wächst schneller als die meisten anderen und überrennt einem kleinen Krieger gleich jegliches aufkeimendes Unkraut. Auch Schädlinge können dem Hanf so gut wie nichts anhaben, Kunstdünger- und Pestizid-Einsatz sind daher nicht vonnöten. Das umweltfreundlichste Argument für den Hanf aber ist sein geringer Wasserverbrauch. Dahingegen werden bei der Produktion einer normalen Baumwolljeans je nach Anbaugebiet bis zu 10.000 Liter Frischwasser verbraucht; bei geschätzten 1,8 Mrd. produzierten Jeans weltweit im Jahr bedeutet dies eine unendliche Belastung für die Natur. Zwar gibt es mittlerweile auch vermehrt Jeans aus Bio-Baumwolle (oder Organic Cotton), die weniger Wasser zur Herstellung benötigen und ohne Pestizide auskommen. Dies spiegelt sich allerdings dann häufig auch im Preis wider.
Mal abgesehen von den ökologischen Vorteilen des Hanfs, so zeichnen sich auch noch andere praktische Vorzüge ab. Denn Scheuertests haben ergeben, dass die Hanfjeans dem Baumwoll-Pendant bisweilen sogar überlegen ist. Und selbst wenn die Auswahl an Modellen noch beschränkt ist, so sind die Hanfexemplare einer normalen Jeans doch vollkommen ebenbürtig. Die Hanfjeans und andere Kleidungsstücke wie Pullover oder Jacken könnt ihr für knapp 30 bis 70 Euro überwiegend über die Internetseite Hanfhaus.de erstehen. Mittlerweile gibt es beispielsweise aber auch in Düsseldorf Shops, die verschiedene Hanfprodukte führen. Wenn ihr also etwas für eure Umwelt tun wollt, dann hüllt euren Körper in Hanf und werdet zum Vorreiter für ökologisch wertvolle Hanf-Styles!
