Ich will nicht wachsen!

  /  20.03.2006

Jeder von uns hatte bestimmt ein Lieblingskleidungsstück, das wir als Kind jeden Tag tragen wollten. Die bunte Wollmütze im Sommer, das T-Shirt mit He-Man-Aufdruck oder die nur noch von Stoffflicken zusammengehaltene Latzhose, sie alle mussten wir irgendwann in der Vergangenheit zurücklassen. Aber sind wir nicht alle ein bisschen Kind geblieben?

Mit Eintritt ins Erwachsenenalter gehen die meisten zu einem seriöseren und reiferen Modestyling über. Friederike von Müller hat es sich jedoch überlegt, das Erwachsensein etwas aufzuschieben. Sie gründete 2003 ihr Label „Puddingtown“ - bunte und fröhliche Klamotten für Frauen, Schwangere, Kinder und Babys. Ihre Inspiration findet die Modedesignerin, die schon für Betsy Johnson und GAP in New York gearbeitet hat, in Retrostyles. Für ihre Mäntel, Röcke, T-Shirts und Hosen greift sie daher gerne auf Vorhang- und Dekostoffe sowie Küchen- und Handtücher aus den 60er und 70er Jahren zurück, die sie auf Flohmärkten, in Internetauktionen oder bei Haushaltsauflösungen entdeckt. Heraus kommen niedliche Anziehsachen wie der Pop-Art-Mantel in Wachstischdeckenoptik, Tellerröcke mit folkloristischen Blumenmuster oder Miniröcke, die vorher einmal ein Kinderbettbezug waren. Ob Tapetenmusterdessin oder auf der Wiese hoppelnde Osterhasen, das Bielefelder Label propagiert: Mode muss Spaß machen und für Gesprächstoff sorgen. Für alle Dauer-Kinder gibt es die Teile in ausgewählten Läden in Berlin, Hamburg, München Köln und New York zu kaufen.

 

 

 

 

Deniz Bisar