Nichts für schnöde Paffer!

  /  27.10.2006

Die meisten Surferboys fallen abends, nachdem sie den lieben langen Tag vor schönster Kulisse unaufhörlich über die Wellen geglitten sind, völlig erschöpft ins Bett. Andere wiederum sitzen noch bis tief in Nacht hinein am Strand und brüten ihre fashionlastigen Ideen aus.

Am Strand von Kuredu, einer kleinen maledivischen Insel im Indischen Ozean, wurde sie nach einer ausgiebigen Surfsession geboren – die Idee, ein eigenes Brand ins Leben zu rufen, dessen Kollektion nicht nur durch eine ansprechende Optik, sondern vor allem auch durch eine sensationelle Haptik glänzen sollte. Schnell musste nun ein schnuckeliger Name her für das „Baby“ von Kai Rautenberg und Christoph Schwarz! Nichts lag da näher als „Shisha“, wurden die beiden seit einem Zwischenstopp am Roten Meer in Ägypten doch Tag und Nacht in Begleitung ihrer gleichnamigen arabischen Wasserpfeife gesichtet und waren im Kreise sämtlicher Surferkumpels und Strandschönheiten bloß noch als die „Shisha Dudes“ bekannt.

 

Wieder zu Hause im norddeutschen Kiel, gingen die formellen Dinge alsbald ihren Weg. Und so ist Shisha bereits seit dem Jahre 2003 in Deutschland zu haben, macht sich aber gerade auch gen Benelux und Skandinavien auf die Reise. Neben der Baseline, die – wie die Bezeichnung schon vermuten lässt – aus jeder Menge Basics mit einer gehörigen Portion an Sportlichkeit und Ironie besteht, gibt es außerdem eine Flashline, die sich eher durch individuellere Styles hervortut. Intelligente Details wie versteckte Taschen oder abknöpfbare Ärmel und Kapuzen sind dabei das Markenzeichen von Shisha, das derzeit übrigens ausschließlich in Portugal herstellen lässt. Jeder Quadratmeter Baumwolle wird einzig für das Brand gewebt, gefärbt und verarbeitet und soll so für das Special Shisha Feeling sorgen! Das gibt’s zum Beispiel in Form eines Männer-Hoodies für 69, als Girlie-Tanktop für 49 oder als Woman-Ziphood für 89 Euro.

 

Wer, ohne sich schlagartig in einen Raucher verwandeln zu wollen, auch einmal in den Genuss von Shisha kommen möchte, sucht zum Beispiel Shibuya in Berlin, Angelos in Hamburg, Laden Zwo in Freiburg, Jetline in Gütersloh, Big Lebowski in Göttingen oder Time Out in Görlitz auf. Nicht auszuschließen, dass man einen der oben genannten Shops ganz open minded und besonders relaxt mit einem Tütchen wieder verlässt – ganz so, als hätte man gerade an einer Wasserpfeife gezogen...

 

 

Simone Reiner