Zwei Seiten der Medaille
/ 14.01.2013Giorgio Armani kann sich glücklich schätzen, es in seinem Beruf als Designer zu etwas gebracht zu haben. Doch der bekannte Modeschöpfer weiß auch über die andere Seite des Erfolgs zu berichten.

Giorgio Armani
Giorgio Armani hat es seiner Karriere unter die ganz bekannten Designer im Modebusiness geschafft. Abstriche waren dabei unausweichlich – vor allem in Sachen Privatleben. „Für die Mode habe ich alles andere geopfert“, erzählt der 76-Jährige gegenüber dem Magazin Elle. Im Jahr 1975 legte der Italiener mit seinem eigenen Unternehmen den Grundstein für eines der größten Modehäuser der Welt, das sich heute in seinem alleinigen Privatbesitz befindet.
Doch Erfolg macht einsam, weiß Armani. Das Problem ist seiner Meinung nach, dass die Leute glauben, man habe keine Zeit, sich mit ihnen zu treffen, weil man zu beschäftigt sei. Doch im Gegenteil: „Abends sitze ich in Gesellschaft meiner beiden Katzen zu Hause vor dem Fernseher. Und niemand ruft mich an.“
In seinem Metier habe sich viel verändert. Vor allem die Entwicklung der Frauen sieht Armani positiv. „Sie haben sich ihren Platz in der Welt erkämpft. Heute müssen sie sich kein Jackett mehr überziehen, um ihre Autorität zu beweisen“, betont der Designer. Doch er gibt zu bedenken, dass die Frau noch immer Mode braucht, „die ihr Lebensgefühl steigert, sie in höhere Sphären rückt.“


