Yves Saint Laurent schlägt zurück

  /  26.11.2012

Paul Deneve, Chef des Modeunternehmens Yves Saint Laurent, geht mit der Berichterstattung zur Pariser Modewoche ins Gericht. Ein offener Brief beleuchtet die Geschehnisse der Fashion Week aus einer anderen Perspektive.

Hedi Slimane

Yves Saint Laurent-Chef Paul Deneve hat die Berichterstattung über Hedi Slimane und Raf Simons während der Pariser Modewoche gerügt. Der Präsident des französischen Unternehmens kritisierte die mediale Behandlung der aus seiner Sicht „banalen Rivalität“ der beiden Designer zu Ungunsten der „vielen anderen Talente“, die sich bei dem Event präsentierten. In einem offenen Brief an das Magazin Women’s Wear Daily betont er: „Ich bedauere, dass das bekannteste und älteste Fachmagazin der Modeindustrie das Gesamttalent aller Designer, die sich in Paris zeigten, auf das sogenannte Duell zwischen zwei Fashion-Häusern und zwei Männern reduziert hat.“

Der 44-jährige Slimane hatte in der französischen Hauptstadt für Yves Saint Laurent als neuer Designer debütiert. Deneve erklärt weiter: „Die Ankunft Slimanes bei Yves Saint Laurent zu einer banalen Rivalität mit einen anderen Haus oder Designer zu karikaturieren, erweckt bei den Leuten den Eindruck, Fashion wäre nur ein Nebenaspekt und nicht das Hauptevent gewesen.“ Und der 51-Jährige wird noch deutlicher: „Es lässt das, was ein wesentlich reicheres und wichtigeres Moment der Modeindustrie ist, verschwimmen. Hedis Entscheidung zu YSL zu kommen, war motiviert durch eine klare Vision, die für ihn bedeutet, rund um die Uhr zu arbeiten. Und meine Teams tun alles, um diese Vision in die Tat umzusetzen und für alle sichtbar und genießbar zu machen. Auch für sie schreibe ich und um herauszustellen, dass sich die Dinge bei Yves Saint Laurent wandeln. Wir werden zu neuen und aufregenden Veränderungen in der gesamten Modeindustrie beitragen.“