Wolfgang Joop will sein Leben verfilmen

  /  21.11.2011

Dem Modedesigner Wolfgang Joop ist die Auswahl an Modefilmen entschieden zu klein und unspektakulär. Aus diesem Grund will er jetzt sein eigenes Leben verfilmen lassen. Er weiß auch schon, wer dekadent genug ist, um ihn zu verkörpern.

Wolfgang Joop

Wolfgang Joop, der vor einigen Jahren seinen halb-autobiografischen Roman „Im Wolfspelz“ veröffentlichte, plant jetzt, den Stoff des Buches fürs Kino aufzubereiten und ihn so auf die große Leinwand zu bringen. Gegenüber der Berliner Zeitung verrät der Designer, was den Zuschauer erwarten wird. „Es wird ein Film über meine New York-Jahre, die letzten Tage von Clubs, Discos, Drugs & Rock'n'Roll, aber auch über die Kindheit in Potsdam.“

Die Hauptrolle soll sein „Lookalike“, der Schauspieler Werner Schreyer, übernehmen. „Ihn will ich für die Hauptrolle“, kündigt Joop an. „Der hat die Tolle, die ich immer hatte, wirkt sehr ambivalent, wie James Dean. Und hat auch was Dekadentes wie ich, für die Figur des Potsdamer Landjungen, der Weltkarriere macht.“

Das Drehbuch zu dem Film soll laut Joop seine Tochter Florentine schreiben, was jedoch nicht unbedingt leicht sei, gesteht er. „Meine Tochter Florentine kennt alle Figuren von damals. Ich bin sehr froh, dass sie sich bereit erklärt hat. Es ist nicht leicht, man kommt sich dabei sehr nah, vielleicht näher, als sie ihrem Vater sein wollte.“

Der Modeschöpfer hofft, dass er mit seinem Film über die schillernde Mode-Szene der 90er Jahre, in denen bei ihm „das große Geld kam“, die Auswahl an Mode-Filmen vergrößern kann. „Es gibt aus dieser Welt überhaupt nur zwei Filme. Altmans ‚Pret-a-Porter’ - langweilig. Und ‚Der Teufel trägt Prada’ - fehlbesetzt mit Meryl Streep“, bemängelt er die bisherige Auswahl.