Winehouse: Gaultier bezieht Stellung
/ 17.04.2012Jean Paul Gaultier sorgte Anfang 2011 für Aufsehen, als er im Rahmen seiner Fashion Show Amy Winehouse-Doppelgängerinnen kurz nach dem Tod der Sängerin über den Laufsteg schreiten ließ. Nachdem sich Amys Familie empört zeigte, hat es zwar etwas gedauert, aber jetzt bezieht Gaultier Stellung.

Jean Paul Gaultier äußerte sich jetzt dazu, warum er Anfang des Jahres – sechs Monate nachdem Amy Winehouse verstorben war – bei der Präsentation seiner Frühjahr/Sommer-Kollektion Models über den Laufsteg schickte, die wie Doppelgängerinnen der Sängerin aussahen. Die Models trugen die ikonische Beehive-Frisur und schritten mit Zigaretten im Mund zu deren Musik über den Catwalk.
„Ich war überrascht, dass ihr nach ihrem Tod niemand in der Modewelt eine Hommage machte“, verteidigt der 59-Jährige seine Entscheidung bei VogueTV. „Ihr Look war fabelhaft, fantastisch, er war einzigartig. Normalerweise brauchen Schauspielerinnen und Sängerinnen modischen Rat. Sie trug von Natur aus das richtige Make-up, die richtigen Ohrringe – es war wirklich ein Stil. Sie nahm nicht nur einen Teil dieses Looks auf. Und ich liebe ihre Stimme, ich liebe alles an ihr.“
Amys Familie zeigte sich damals schockiert. „Wir trauern immer noch um ihren Verlust“, ließ ihr Vater Mitch verlauten und bezeichnete die Models, die wie seine Tochter gestylt waren, als „Schmerz, den wir nicht erwarteten oder bei dem wir konsultiert wurden.“ Die Familie sei zwar „stolz auf ihren Einfluss auf die Mode“, fand aber die Nutzung des Stylings in diesem Zusammenhang geschmacklos. „Es stellt ein Bild von Amy dar, als sie nicht in Hochform war und verherrlicht die erschütternderen Zeiten in ihrem Leben.“


