Vorteil durch Attraktivität?

  /  26.09.2012

Schön lebt sichs leichter? Das glaubte früher zumindest ein italienischer Modedesigner. Der heute 78-Jährige kam in seinen jungen Jahren vor allem bei der Damenwelt gut an und nutzte diesen Vorteil gerne mal aus.

Georgio Armani

Giorgio Armani hat jetzt verraten, dass es für ihn früher nicht schwer war, von seinem Umfeld wahrgenommen zu werden. Den Grund dafür sieht Armani in der Tatsache, dass er damals „ziemlich gut aussehend“ war. „Bis ich etwa 30 bis 32 Jahre alt war, habe ich mich mit einem kleinen Job in einem Kaufhaus beschäftigt“, erinnert er gegenüber La Repubblica. „Ich habe abgestimmt, was ins Schaufenster kam oder andere Tätigkeiten im Geschäft erledigt. Und ich musste nicht sehr hart arbeiten, weil, naja, ich sah ziemlich gut aus.“ Die weiblichen Führungskräfte im Kaufhaus hätten ihn daher bevorzugt und es ihm „wirklich leicht“ gemacht.

Trotzdem habe er schließlich erkannt, dass ein solches Leben wenig Raum für Spannung und Respekt bietet, so der 78-Jährige. „Ich erkannte, dass ich so nicht weiterleben konnte und wollte – am Rand eines wunderschönen Berufs, ohne hart zu arbeiten, ohne etwas zu riskieren, ohne dafür einzustehen“, so Armani. „Also lernte ich, wie man in all den unterschiedlichen Bereichen dieses Berufs arbeitet. Zuerst habe ich mich ausschließlich dem Modedesign verschrieben, weil ich einen Partner hatte, der sich um all die wirtschaftlichen und praktischen Seiten gekümmert hat.“ Nachdem sein Partner starb, musste er sich jedoch selbst um alles kümmern. „Ich musste irgendwie aufwachen, und das zu tun, machte mich zu dem, der ich heute bin.“