Vielseitiges Accessoire

  /  26.09.2013

Die einen bevorzugen eine Clutch, andere schwören auf Cross-Body-Bags, wieder andere vertrauen ihr Hab und Gut nur einem Shopper an – Guido Maria Kretschmer hat ebenfalls einen ganz bestimmten Anspruch in Sachen Taschen, aber der hat nichts mit der äußerlichen Form zu tun…

Guido Maria Kretschmer

Für Guido Maria Kretschmer muss eine Tasche ein ganz bestimmtes Kriterium erfüllen: Deshalb achtet der Designer beim Taschenkauf auch stets darauf, dass besagtes Stück weich ist, da er es auch gern mal als Kopfkissen benutzt. „Als erstes sollte man sich fragen: Was soll die Tasche für mich tun? Wofür brauche ich sie? Dann sollte man auf gute Materialien achten. Ich zum Beispiel benutze meine Tasche auch gerne unterwegs als Kopfkissen, deshalb muss sie schön weich sein“, gesteht der Kreative. „Und eine Tasche muss zur Proportion der Trägerin passen. Eine große Frau braucht auch eine große Tasche.“

Den Trend in Sachen Bags sieht Kretschmer derweil in Gold. „Das ist schön, weil es wertig aussieht. Grundsätzlich sind Taschen wieder reduzierter, praktisch und gemütlich. Auch metallische Effekte, Grün- und Kupfertöne sind Trend“, so der 48-Jährige.

Unterdessen hat der Designer kürzlich eine Tasche für Tribute to Bambi entworfen, die auf Ebay versteigert wird. Er selbst ist zwar ein großer Fan des Online-Auktionshauses, gibt aber zu, dass es Dinge gibt, die er nicht gebraucht kaufen würde. „Ich persönlich würde niemals getragene Schuhe erwerben. Das habe ich von meiner Oma, die immer von ihrer Flucht erzählt hat und sagte: ‚Man geht nicht in den Schuhen von anderen.’ Das hatte etwas mit Respekt vor den Verstorbenen zu tun.“