Skandal bei Hervé Leger

  /  18.08.2015

Ein Mitarbeiter der Marke Hervé Leger, die mit hautengen Spandex-Kleidern die Branche überzeugte, hat jetzt in einem Interview erklärt, die Kleider des französischen Labels eigneten sich weniger für kurvigere und lesbische Frauen – mit Folgen…

Iggy Azalea in Hervé Leger

Patrick Couderc wird wohl aufgrund seiner diffamierenden Kommentare von Hervé Leger gefeuert. Er arbeitete bei der Firma MJH Fashion, die die Lizenzen für das französische Label in Großbritannien innehat. Am Wochenende hatte der Vorsitzende der Sonntagsausgabe der Daily Mail ein umstrittenes Interview gegeben, in dem er die Ansicht vertrat, dass „üppige Frauen mit breiten Hüften und wenig Brust“ die Kleider wohl nicht tragen sollten. Zudem seien Lesben keine anvisierte Zielgruppe: „Wenn man eine überzeugte Lesbe ist und sein ganzes Leben lang Hosen trug, dann kauft man wohl kein Hervé Leger-Kleid. Die wollen eher burschikos und gemütlich aussehen.“ Das Brand selbst veröffentlichte schnell ein Schreiben, um sich von den Aussagen zu distanzieren: „Die Marke Hervé Leger by Max Azria und seine Tochterfirma, die BCBGMAXAZRIA Group, sind schockiert und entsetzt über die Aussagen von Patrick Couderc. Die BCBGMAXAZRIA Group und MJH Fashion untersuchen den Fall derzeit und versuchen, die nächsten Schritte einzuleiten. Diese Statements reflektieren in keinster Weise die Ideale oder Ansichten beider Firmen und Couderc gehört nicht mehr zur Firma.“

Die Kreationen, die mit ihren Spandex-Einlagen die Figur formen, wurden in der Vergangenheit von zahlreichen kurvigeren Damen auf dem roten Teppich werbewirksam vorgeführt, so beispielsweise von Kim Kardashian.