Selfie? Nein, danke!
/ 27.03.2014Bei den Oscars hat Ellen DeGeneres in diesem Jahr wohl für das am weitesten verbreitete Selfie ever gesorgt. Ein Mann kann den Wahn, das Hobby, die Leidenschaft – wie auch immer man diese aktuell weit verbreitete Erscheinung bezeichnen möchte, so gar nichts abgewinnen.

Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld kann den so genannten Selfies, Fotos, die man von sich selbst schießt und im Netz veröffentlicht, nicht viel abgewinnen: „Das sind die furchtbaren Dinger, wo man verzerrt ist. Das Kinn ist zu groß, der Kopf zu klein. Bitte, das ist doch elektronische Masturbation.“ Weitere Kritikpunkte des Designers gegenüber der britischen Ausgabe des Magazins Guardian sind Tätowierte, da sie „nie wieder sauber werden würden“.
Der exzentrische Designer entwirft nicht nur für Chanel und Fendi, sondern hat auch seine eigene Marke; erst kürzlich eröffnete er einen Store in London. Obwohl der Modeschöpfer viele verschiedene Projekte verfolgt, kommt es ihm nicht so vor, als sei er ein viel beschäftigter Mann. Es sei eher sein Perfektionismus, der ihm im Wege stehe: „Ich bin nie zufrieden mit dem, was ich mache. Ich denke immer, dass ich faul bin, dass ich es vielleicht besser machen könnte. Ich könnte mich mehr anstrengen und ich habe immer das Gefühl, dass dort eine Glaswand ist, durch die ich nicht hindurch komme.“


