Selbst zahlen war gestern

  /  06.09.2013

Wenn unsereins aus Versehen mal das Portemonnaie zu Hause hat liegen lassen, fühlt man sich gleich irgendwie unwohl, oder? Bei Designer Karl Lagerfeld ist das anders. Wenn es ums Bezahlen geht, lautet sein Credo „Irgendwer macht’s schon“…

Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld besitzt kein Portemonnaie. Der Designer reagiert auf die Frage der Süddeutschen Zeitung, ob er einen Geldbeutel besitze, völlig verdutzt und gesteht: „Ich weiß nicht, was sie damit meinen. Einen Geld-... was? Ich zahle nie. Darum kümmern sich meine Mitarbeiter. Die machen alles für mich.“ Er selbst kümmere sich nie um das Finanzielle, da ihn dies „zu Tode“ langweile. Zudem fehle ihm ganz einfach der Sinn dafür. „Diese Obsession haben oder nicht haben, sparen oder nicht sparen, das hasse ich.“ Geld auf die Seite zu legen, kommt für den 79-Jährigen sowieso nicht infrage. „Wenn man das Glück hat, was zu haben, muss man es auch ausgeben. Der, der am meisten hat, muss bezahlen, auch für die, die nicht so viel haben“, erklärt er seine Beziehung zum lieben Geld.

Da er aus Hamburg stamme, spreche er auch nicht gerne über Geld. „Und wenn man es nicht hat, dann sollte man noch viel weniger drüber sprechen. Denn wenn man keins hat und darüber spricht, dann ist das ja betteln.“

Mehr Weisheiten Lagerfelds dürfen in der Dokumentation „Karl Lagerfeld – Mode als Religion“ erwartet werden, für die sich der Modeschöpfer 18 Monate lang von Kameras begleiten ließ. Diese läuft am 7. September 2013 bei Vox.

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